Zutaten für einen gesunden Schlaf

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„Ein krankes Bett ist das sicherste Mittel, die Gesundheit zu ruinieren.“
Paracelsus (1493-1541)

(Ein Beitrag von Monika Held)

Die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation) bestätigt: „Nicht erholsamer Schlaf ist ein Risikofaktor für viele chronische Krankheiten!“ Die Schlafqualität ist demzufolge ein Gradmesser für das Wohlbefinden und Zusammenwirken unserer Körper-Geist-Seele-Einheit. Denn viele Beschwerden und Gesundheitsstörungen zeigen sich durch Schlafstörungen und umgekehrt sind viele Erkrankungen eine Folge des gestörten Schlafes.

Schlaf ist ein sehr wichtiger Teil des Lebens, wir verbringen ca. 1/3 mit schlafen. Schlaf sorgt für wichtige Reparaturarbeiten im Körper. Das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren, das Gehirn schüttet Wachstumshormone aus und baut neue Zellen auf.

Welche Einflussfaktoren können den Schlaf stören?

  • Stress
  • Zeiten von Umbrüchen im Leben
  • Störung des Tag-Nacht-Rhythmus
  • Schmerzen
  • Krankheit
  • Lärm, Luftverschmutzung und Elektrosmog
  • Wechseljahre

Mit zunehmendem Alter verändert sich auch unser Schlaf. Der Grund ist bei Frauen das Absinken des Östrogenspiegels. Dieser führt zu Hitzewallungen, und die stören die Nachtruhe erheblich.

Professor Dr. Riemann, Schlafforscher an der Universität Freiburg, sagt zur Schlafdauer:

„Die benötigte Schlafdauer ist individuell verschieden und liegt zwischen 5 und 10 Stunden pro Nacht.”

Zwar schlafen ca. 50% der schlafgesunden Bevölkerung laut Umfragen tatsächlich im Durchschnitt 7-8 Stunden, es gibt aber auch Menschen, sog. Kurzschläfer, die sich bereits nach 4-5 Stunden erholt und frisch fühlen, während Langschläfer erst nach 9-10 Stunden subjektiv zufrieden sind. Tatsächlich ist es so, dass Kurzschläfer pro Nacht genau so viel Zeit im wichtigen Tiefschlaf verbringen wie normale 8-Stunden-Schläfer.

Ein Mittagsschlaf von 30 Minuten an 3 Tagen pro Woche soll wahre Wunder wirken. Wer nachts schlecht schläft, sollte sich allerdings tagsüber maximal 20 Minuten hinlegen.

 

Welche Schlafphasen gibt es?

Stadium I – das Einschlafstadium

Leichter Schlaf kurz nach dem Einschlafen. Die Muskelspannung wird reduziert, und das bewusste Wahrnehmen der Umgebung entschwindet langsam.

Stadium II – der Schlafbeginn

Die Augen sind bereits ruhig und die Augenlider aktiv geschlossen.

Stadium III – Übergang in den Tiefschlaf

Stadium IV – der Tiefschlaf

Es ist die tiefste Schlafphase, entsprechend desorientiert und verschlafen wirken Schläfer, die jetzt geweckt werden. In dieser Schlafphase treten jedoch Phänomene wie Schlafwandeln und Sprechen im Schlaf auf.

Die Trennung zwischen den Stadien III und IV ist nicht eindeutig festgelegt, so dass diese oftmals zusammen betrachtet werden.

Stadium V – der REM-Schlaf (engl. rapid eye movement)

Den Namen hat die Phase von den nun auftretenden schnellen Augenbewegungen. Er wird auch als Traumschlaf bezeichnet.

Welches Hormon wird im Schlaf gebildet?

Es wird das Hormon Melatonin gebildet, das fast nur nachts bei Dunkelheit produziert wird, damit wir durchschlafen und nicht ständig aufwachen.

Auch wenn die Tage kürzer und dunkler werden, wird mehr Melatonin produziert als im Sommer. Denn sobald Licht auf die Netzhaut der Augen fällt, wird kein Melatonin produziert.

 

Melatonin – ein Schlafhormon, Entgifter für das Gehirn und Krebsschutzmittel

Was ist Melatonin?

Melatonin ist ein Hormon, das von der Zirbeldrüse (Epiphyse) – einem Teil des Zwischenhirns – aus Serotonin produziert wird und den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers steuert. Außerdem ist Melatonin das Schlafhormon und ein Antioxidans, also ein wirkungsvoller Zellschutz. Das Melatonin hat einen starken Gegenspieler: das Stresshormon Cortisol. Zur Nacht hin gibt es ein Wechselspiel zwischen diesen beiden Hormonen. Wer der Stärkere ist, merken wir daran, ob wir schnell, spät oder gar nicht einschlafen. Je mehr Cortisol ausgeschüttet wird und je weniger Melatonin, umso schlechter schlafen wir ein oder durch. Weiterhin ist Melatonin bei der Regulation der Hormone Serotonin, Testosteron und Östrogen beteiligt.

Es wird im Darm und in der Netzhaut des Auges gebildet und in der Zirbeldrüse unter dem Einfluss von Dunkelheit freigesetzt. Die Melatoninkonzentration steigt in der Nacht um den Faktor zehn an, und die höchste Melatonin-Ausschüttung ist ca. gegen 4 Uhr morgens erreicht. Sobald die Netzhaut wieder Licht empfängt, wird die Melatonin-Produktion runtergefahren.

Welche Aufgaben hat Melatonin?

  • Steuerung von Tag-Nacht-Rhythmus und Schlafrhythmus
  • Zellschutz als Antioxidans – Schutzhormon für die Zelle
  • Steuerung vieler Hormone
  • Produktion vieler wichtiger Enzyme, z.B. Glutathion
  • Cholesterin und LDL senkende Wirkung
  • Anti-Aging-Mittel – also „Schönheit im Schlaf“
  • Hemmung des Krebswachstums. Wenn die Ausschüttung von Melatonin nachts reduziert wird, dann wird das Krebswachstum forciert.

Bei einem zu niedrigen Melatoninspiegel können Sie Schlafstörungen bekommen. Mit zunehmendem Alter produziert der Körper weniger Melatonin, die durchschnittliche Schlafdauer nimmt ab und Schlafprobleme treten gehäuft auf. Schlafstörungen sind ein Risikofaktor für chronische Krankheiten.

Licht, aber auch Elektrosmog, sorgt im Gehirn, das seinerseits mit minimalen Elektroimpulsen arbeitet, für eine Reizüberflutung, die dazu führt, dass die Zirbeldrüse in den Streik tritt.

Wo kein ungestörter Schlaf möglich ist, da kann auch kein Melatonin produziert werden. Und wo kein Melatonin produziert werden kann, da ist auch kein Steuerungshormon vorhanden, das dem Körper einen gesunden Schlaf ermöglicht.

 

Was können Sie bei einem Melatoninmangel machen?

  1. Essen vor 18 Uhr

Essen Sie vor 18 Uhr ein leichtes Abendessen hauptsächlich aus Kohlenhydraten. Kohlenhydrate stimulieren die Insulinausschüttung, welche die Aufnahme von Tryptophan (Aminosäure) im Gehirn fördert, was in Serotonin umgewandelt wird und dieses wiederum in Melatonin.

  1. Dinner-Cancelling

Ein gelegentliches abendliches Fasten (Dinner-Cancelling) kann daher auch bei Schlafstörungen mitunter sinnvoll sein. Interessanterweise steigt auch die Ausscheidung des Melatonins im Darm während einer kurzzeitigen Hungerphase und während der Kalorienrestriktion an. Dies führt zu einer Anhebung des Melatoninspiegels im Blut.

  1. Entfernung aller Elektrogeräte aus dem Schlafzimmer

Deshalb entfernen Sie alle Elektrogeräte (Funkwecker, Handy, Fernseher) aus Ihrem Schlafzimmer, oder lassen Sie sich einen Netzfreischalter einbauen, der beim Ausschalten von Elektrogeräten jeglichen Stromfluss in der Leitung unterbindet.

  1. Stress abbauen

Entspannen Sie sich, und bauen Sie den Stress ab, denn der Gegenspieler des Melatonins ist das Stresshormon Cortisol. Wird zu viel Cortisol ausgeschüttet, hat es das Melatonin schwer, und Sie können nicht einschlafen und auch nicht durchschlafen.

  1. Einnahme der Schüßler Salze

Nehmen Sie abends das Schüßler Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum – entspannt die unwillkürliche Muskulatur – (10 Tabletten) oder als „heiße Sieben“ ein. Zusätzlich können Sie Nr. 2 Calcium phosphoricum – entspannt die willkürliche Muskulatur – einnehmen.

Die „heiße Sieben“ bezieht sich auf das Schüssler Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum. Bei akuten Schmerzen (ziehend, krampfend oder stechend) oder bei Schlafstörungen lösen Sie 10 Tabletten in einem Glas mit frisch aufgekochtem Wasser. Rühren Sie die Mischung um und trinken Sie das Glas so heiß wie möglich.
Gesunder Schlaf

Gesunder Schlaf

Was können Sie für einen gesunden Schlaf tun?

  • Sorgen Sie für frische Luft in den Schlafräumen.
  • Abdunkelung des Schlafzimmers
  • Sorgen Sie für die richtige Raumtemperatur von 14°-18°C.
  • Schlafen Sie auf einem metallfreien Bett, einer guten Matratze und in schöner Bettwäsche.
  • Keinen Spiegel, Funkwecker und Fernseher im Schlafzimmer.
  • Netzfreischaltung bietet Schutz vor elektromagnetischen Strahlungen.
  • Bewegen Sie sich tagsüber.
  • Alkohol und Rauchen vor dem Schlafen stören den Schlaf. Auch Kaffee, schwarzer und grüner Tee und Cola können den Schlaf stören, da Koffein und Teein Herz und Kreislauf stimulieren.
  • Essen Sie nicht zu spät und nicht zu reichlich. Ein aktiver Darm stört beim Einschlafen. Im Schlaf halten wir es mindestens acht Stunden ohne Essen aus, da das Hormon Leptin ausgeschüttet wird. Es sorgt für das Sättigungsgefühl.
  • Ein Abendspaziergang wirkt oft Wunder.
  • Nehmen Sie Uhren, Schmuck, Ketten und Ringe ab.
  • Lesen Sie im Bett, dies macht einen oft sehr schnell müde.
  • Sex mit Ihrem Liebsten entspannt und lässt Sie dann schnell einschlafen.
  • Schlafen vor Mitternacht ist wertvoll für die Nerven und das Hormon Melatonin.
  • Einnahme der Mineralstoffe nach Dr. Schüßler

 

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Monika Held, Mineralstoffberaterin nach Dr. Schüßler, Rosenheimer Str. 41 c, 83043 Bad Aibling, Tel. 08061-3923936, mineralien.held@gmx.net, www.monika-held.de

 

Monika Held, Schlafen, Melatonin, Mikronährstoffe, Nahrung