Wunder Johanniskraut: Natürliche Alternative zu pharmazeutischen Antidepressiva

Antranias / Pixabay

Wer hat nicht schon mal psychisch schwere Phasen in seinem Leben erlebt, in denen er sämtlichen Lebensmut und Hoffnung verloren zu glauben schien und zeitweise mit Depressionen zu kämpfen hatte? Die meisten Menschen laufen in solchen Situationen zu ihrem Arzt und lassen sich synthetische Psychopharmaka verschreiben. Doch letztere kommen nicht selten mit schweren Nebenwirkungen daher, die neben Kopfschmerzen, Herzproblemen und Verdauungsbeschwerden im schlimmsten Fall sogar bis zum Tode führen können, wie es z.B. bei dem sehr beliebt verschriebenen Antidepressivum Citalopram der Fall ist (das Fachmagazin British Medical Journal berichtete darüber). Da darf man sich berechtigt die Frage stellen, ob hinter solchen Präparaten der Pharmaindustrie keine böswillige Absichten steckt? Wenn die Schulmedizin tatsächlich das Wohl und die Gesundheit der Menschen im Sinn hätte, würde sie ausschließlich möglichst nebenwirkungsfreie bzw. nebenwirkungsarme naturheilkundliche Präparate herstellen, anstatt die Leute mit chemischen Giften vollzupumpen, und nur in schweren Not- und Ausnahmefällen positiv erprobte synthetische Mittel verabreichen.

Als eines von mehreren natürlichen Antidepressiva erlangte das Echte Johanniskraut (lat. Hypericum perforatum) nicht nur in der Antike (z.B. auch als Wundheilmittel) einen guten Ruf, sondern hat sich mittlerweile als erprobtes Mittel bei der Behandlung von Depressionen erwiesen. Es gibt inzwischen mehrere Studien, die die Wirksamkeit von Johanniskraut-Präparaten belegen. Wissenschaftler der Cochrane Collaboration haben 29 Studien mit etwa 5.500 Probanden hierfür ausgewertet und kamen zum Schluss, dass Johanniskraut-Extrakte bei leichten bis mittelschweren Depressionen mindestens genauso gut wirken wie synthetische Antidepressiva, dabei jedoch viel besser verträglich sind. Verantwortlich für die antidepressive Wirkung sind die im Johanniskraut vorkommenden Wirkstoffe Hypericin, Hyperforin, Xanthone und Flavonoide. Während herkömmliche Psychopharmaka in der Regel nur auf die Serotonin-Rezeptoren im Gehirn einwirken – und daher auch „selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer“ (SSRI) genannt werden – wirken Johanniskraut-Extrakte hingegen auch auf Rezeptoren anderer Neurotransmitter ein, darunter GABA (= Gamma-Amino-Buttersäure), Noradrenalin und Dopamin. Dadurch deckt das Johanniskraut allein schon ein breiteres Feld ab, während chemische SSRI-Präparate aufgrund ihres sehr eingeschränkten Spektrums in 30 bis 50% aller betroffenen Fälle erst gar nicht helfen.

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Um eine spürbare Wirkung vom Johanniskraut zu erhalten, ist seine Verwendung jedoch in Form von Trockenextrakt notwendig. Johanniskraut bloß als Tee einzunehmen, bringt kaum etwas, da die Wirkstoffe in einem Tee viel zu niedrig dosiert sind. Eine hochdosierte Einnahme über einen längeren Zeitraum sollte dennoch mit einem Heilpraktiker oder Arzt abgesprochen werden, sofern gleichzeitig Medikamente (z.B. Herz- oder Verhütungsmedikamente) eingenommen werden, da deren Wirkung durch Johanniskraut beeinträchtigt werden können. Durch wissenschaftliche Studien konnte zudem festgestellt werden, dass Johanniskraut zusammen mit der Passionsblume und Baldrian eine synergetische Wirkung erzielt und dieses Dreiergespann in Extraktform somit auch in der alternativen Behandlung von Depressionen eingesetzt wird. Weitere Studien kamen zum Schluss, dass die antidepressive bzw. stimmungsaufhellende Wirkung vom Johanniskraut-Extrakt zudem schneller eintritt, wenn gleichzeitig Baldrian-Extrakt verabreicht wird. Die positive Wirkung vom Johanniskraut-Extrakt ist mittlerweile derart bekannt, dass selbst große Medien wie der Spiegel nicht umher kommen, seine Ebenbürtigkeit zu herkömmlichen Antidepressiva zumindest in Form der vorhin erwähnten Cochrane Collaboration zu erwähnen.

Ein weiterer interessanter Nebeneffekt ist, dass die Wirkstoffe im Johanniskraut die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen, die wiederum – bei entsprechend genügender Sonne – mehr Licht aufnehmen und somit mehr Vitamin D herstellen kann. Gerade in unseren Breitengraden herrscht chronischer Vitamin-D-Mangel, der für sich allein schon für eine Depression sorgen kann (z.B. die sog. Winterdepression). Eine hochdosierte

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Supplementierung mit Vitamin D3 (in Kombination mit Vitamin K2 zwecks besserer Aufnahme) ist daher in der dunklen Jahreszeit besonders sinnvoll und bei bestimmten Heilprozessen auch notwendig. Hier kann ein Blutbild (Cholecalciferol-Spiegel) Aufschluss über einen möglichen Mangel geben.

Ich selbst kann die positive Wirkung von Johanniskraut-Extrakt absolut bestätigen. Gerade in schweren Lebensphasen hat es mir in der Vergangenheit sehr geholfen, auch bei Unruhe, Stress, Angstzuständen (man denke da z.B. an Prüfungsangst o.ä.) oder Einschlafstörungen. Dennoch möchte ich an dieser Stelle darauf eindringlich hinweisen, dass man sich bei andauernden und wiederkehrenden depressiven Verstimmungen oder gar schweren Depressionen bis hin zur Suizidgefahr auf jeden Fall fachlichen Rat und ganzheitliche Hilfe holen sollte, um die Ursachen für diese Zustände herauszufinden (z.B. bei ganzheitlich orientierten Therapeuten, Kinesiologen, Bewusstseinscoaches oder versierten hellsichtigen Medien. Folgen Sie dabei Ihrem inneren Impuls). Pflanzliche Heilmittel und Nahrungsergänzungsmittel können zwar einige biologische Ungleichgewichte im Körper ausgleichen und somit die Stressresistenz allgemein erhöhen, doch sollten schwerwiegende emotionale Blockaden und seelische Wunden abgeklärt und in die Heilung gebracht werden, bei der man bedarfsweise pflanzliche Heilmittel ruhig begleitend einsetzen kann.

Ein Artikel von Daniel Prinz