Schwimmer-Ohr nach Badespaß? Das verschwindet ganz schnell!

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Ach, die herrliche Sommerzeit: draußen spielen, die Wärme genießen, baden und schwimmen bis die Finger aufgeweicht sind, dazu noch eine Otitis.

Wie bitte, eine was?

Für viele Familien bringt der Sommer nicht nur Badefreuden, sondern steht synonym für rezidivierende Ohrentzündungen, die nach den vielen langen Tagen am Meer, im Fluss, am See oder im Pool regelmäßig auftreten.

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Das so genannte Schwimmer-Ohr kommt oft schnell und plötzlich, bleibt tagelang und kann sehr schmerzhaft sein.

Als Mutter kennen Sie den Frosch im Hals sicher auch nur zu gut, den man spürt, wenn das eigene Kind krank wird. Leidet das Kind dann auch noch stark, wird aus dem Frosch im Hals ein Schlag in die Magengrube.

Außer, Sie kennen die Homöopathie.

Mein Sohn war vier oder fünf Jahre alt, als er genau am Ostersonntag krank wurde. Die Verwandtschaft kam gerade zum traditionellen Osteressen als mein Sohn mit hochrotem Gesicht und heißem Kopf (wenn ich mich richtig erinnere, stieg das Fieber bis auf 40° C) auf meinen Schoß kletterte.

Er weinte und schrie vor Schmerz, seine Augen waren glasig mit Fieber.

Meine Tante fragte gleich, ob ich denn am Ostersonntag mit meinem Kind zum Arzt fahren wolle. Ich sagte zu ihr: „Nein, pass mal auf, was jetzt passiert.“ Ich verabreichte meinem Sohn eine Gabe Belladonna C30 und schloss mit meiner Tante eine Wette ab: „Wetten, dass er innert 40 Minuten eingeschlafen ist?“

Und ungelogen schlief mein Sohn innerhalb von 30 Minuten tief und fest und das blieb für den Rest des Tages auch so!

Ich wusste, dass dieser Schlaf die beste Medizin für ihn war. Wenn der Körper gegen etwas ankämpfen muss und die Schmerzen groß sind, ist es fast unmöglich in einen heilsamen Schlaf zu fallen. Wenn der Körper aber ein passendes Arzneimittel bekommt, um die Ursache der Krankheit zu beheben, können Mensch und Körper entspannen, mit der beruhigenden Botschaft: „Okay… jetzt ist es Zeit für die Heilung.“ Ich sehe den Schlaf als Zeichen der bevorstehenden Rekonvaleszenz, Kopfverletzungen ausgenommen.

Mein Sohn schlief tief und fest und verpasste sogar den Osterschmaus.

Sie müssen wissen, dass dieser eine Sohn nichts lieber mag als essen. Auf allen Fotos, die von ihm als Kind existieren, ist irgendwo etwas Essbares zu sehen – auf dem Tisch vor ihm, im Mund, um ihn herum verstreut oder auf ihm verschmiert!

Es muss ihm an diesem einen Osterfest also wirklich schlecht gegangen sein, vor allem, wenn man bedenkt, dass es damals auch sein Lieblingsdessert gab, nämlich unsere Cassata-Torte.

Gegen 18 Uhr kam er dann schließlich, um sich von der Verwandtschaft zu verabschieden, die gerade im Begriff war zu gehen.

Er ging direkt zu meiner Tante und strahlte sie an – ohne Fieber, ohne Schmerzen und natürlich mit einem Bärenhunger, bereit, sich auf die Reste des Festessens zu stürzen. Sie war erstaunt hinsichtlich seiner schnellen Genesung und konnte die Veränderung kaum glauben. Sie konnte ihre Skepsis nicht ganz überwinden und fragte mich noch schnell, wie ich sicher sein könne, dass der Infekt nicht wiederkomme.

Ohne mir der Wimper zu zucken konnte ich diese Frage getrost beantworten: „Wenn das Fieber wiederkommt, gebe ich ihm einfach die Arznei noch einmal.“

(Ich war mir zu 100% sicher, so sicher, dass ich darauf wetten konnte!)

Denken Sie daran, dass nicht jede Heilung nach einer einzigen Gabe abgeschlossen ist. Dieses Ereignis ist mir in Erinnerung geblieben, eben weil es so ungewöhnlich war!

Manchmal muss man bei einer Otitis oder Ohrentzündung Belladonna wiederholt als Notfallmittel alle 1-2 Stunden geben, je nachdem wie stark die Schmerzen sind.

Hätte mein Sohn noch eine Absonderung aus dem Ohr gehabt, hätte ich ihm zusätzlich Hepar sulph C200 gegeben, zweimal täglich. Ich habe bereits öfter über Hepar sulph C30 geschrieben, eine Potenz, die häufig und gerne angewendet wird. Sie ist immer noch in vielen Fällen angezeigt, aber ich habe über die Jahre hinweg viel dazu gelernt und festgestellt, dass die C200 in vielen Situation oft besser wirkt.

Sollte die Otitis durch Unterkühlung auftreten – zum Beispiel von einem Sprung in einen sehr kalten See an einem heißen Tag – würde ich Aconitum C30 geben, was besonders gut hilft, wenn der Körper einen akuten Schock erlitten hat.

Wir Mütter tragen die Verantwortung – und die emotionale Last – für die Gesundheit unserer Familie. Wenn jemand krank wird, müssen wir mit düsteren Vorahnungen leben.

Wir möchten nicht, dass diejenigen, die wir lieben, länger als unbedingt nötig leiden. Zugegeben, wir können für die Rekonvaleszenz nicht immer den Wecker stellen, aber wir können wissen – mit Zuversicht – dass sie rechtzeitig wieder gesund werden, um die Reste vertilgen zu können!


Quelle: narayana-verlag.de