Regenerative Medizin: Bahnbrechende Erfolge bei Multipler Sklerose

Die Symptombeschreibungen der Multiplen Sklerose (MS) reichen bereits bis in das 13. Jahrhundert zurück, und die tatsächliche Diagnose „MS“ wurde erstmalig 1849 bei einem lebenden Patienten gestellt. Doch obwohl das Krankheitsbild seit Jahrhunderten bekannt ist, sind die wirklichen Ursachen beziehungsweise Auslöser dieser neurologischen Erkrankung immer noch unklar.

Sehr interessant ist das geographische Vorkommen, denn mit zunehmender Entfernung vom Äquator nimmt die Anzahl der MS-Patienten zu. In Nordeuropa und Nordamerika, hier vor allem in Skandinavien, Schottland und Kanada, wird besonders häufig die Diagnose MS gestellt. Warum dies so ist, ist noch nicht genügend erforscht. Ein Faktor könnte sein, dass MS-Patienten häufig einen signifikanten Vitamin-D-Mangel aufweisen, der gerade in nördlichen Ländern häufig vorkommt.

Auch wenn die wirklichen Ursachen der Multiple Sklerose nicht bekannt sind, weiß man, dass die Erkrankungshäufigkeit stark zugenommen hat und weiter zunimmt, und wie auch bei dem Restless-Legs-Syndrom (siehe hierzu den informativen Artikel über RLS) Frauen häufiger betroffen sind. Dies leitet man aus entsprechenden Studien ab, aus denen hervorgeht, dass bei an MS erkrankten Frauen eine höhere genbedingte Interferon-Produktion vorliegt. Weiterhin ist bekannt und erforscht, dass die Symptome durch Entzündungen der Myelinschicht – und somit deren Zerstörung – im Gehirn und im Rückenmark entsteht. Diese wichtige Myelinschicht ist eine Art Schutzschicht der Nerven, mit deren Hilfe wichtige Nervenreize unglaublich schnell weitergeleitet werden.

Die Entzündungen können, je nachdem welche Nerven betroffen sind, die folgenden Symptome hervorrufen:

  • Kraftlosigkeit und Taubheitsgefühlen in Händen, Armen und Beinen
  • pelziges Gefühl an den Fingern
  • Unsicherheit in Geh- und Stehvermögen
  • schnelles Ermüden und Erschöpftfühlen
  • die Leistungsfähigkeit von Körper und Geist nimmt insgesamt ab, man ist weniger belastbar
  • erhöhte Muskelspannung und Spastiken sowie Muskelkrämpfe und -zuckungen
  • Lähmungen in verschiedenen Körperteilen
  • Seh- und Koordinationsstörungen
  • Schluckbeschwerden

Nicht immer ist der Verlauf der Erkrankung identisch und geht nicht mit allen beschriebenen Symptomen einher, jedoch ist er geprägt durch immer wiederkehrende Schübe, die ebenfalls unterschiedlich stark auftreten können und deren Häufigkeit und Dauer variiert.

Betroffene sind meist sehr verunsichert, was ihren individuellen Verlauf der Krankheit betrifft und von Ängsten geplagt, wie sich die Krankheit für sie selbst darstellen wird. Wie lange ist man noch arbeits- und leistungsfähig? Wird man später auf einen Rollstuhl angewiesen sein?

Doch Wissenschaftler der Monash-University fanden heraus, dass sich die Myelinschicht neu bilden kann, wenn man Nervenzellen im Gehirn aktiv stimuliert. Diese Stimulation – nur auf eine andere, passive Art – leistet die sogenannte „ewige Nadel“ von Dr.med. Ulrich Werth.

Ein Patientenbericht, nur wenige Tage nach dem Setzen der Nadeln:

 „Was ich allerdings schon verspüre, ist eine Verbesserung meines Schlafes, denn ich schlafe wieder durch. Das ging bis auf Ausnahmen seit einigen Jahren nicht mehr. Vorher wachte ich in der Nacht immer wieder auf und lag mitunter Stunden wach. Und ich verspüre ein wenig mehr Energie, die Fatique ist nicht mehr ganz so übermächtig und erschlagend.“

Das Verfahren – die „ewige Nadel“ – bezieht sich ausschließlich auf die Ohrakupunktur, denn das Ohr zeigt alle wichtigen Akupunkturpunkte auf. Genutzt werden hierfür spezielle kleine Nadeln aus Titan, die während einer Operation in das Ohr an die relevanten Punkte implantiert werden. Die winzig kleinen Nadeln stimulieren nun ganz bestimmte Punkte, die den Impuls direkt ins Gehirn leiten. Durch diese permanente Stimulierung werden in der Folge nach 3-5 Monaten neue Nervenzellen und Synapsen gebildet, und im Falle von Multipler Sklerose sogar das wichtige Myelin, wodurch der Krankheitsverlauf nicht nur gestoppt, sondern die Symptome zum Teil geheilt und das allgemeine Wohlbefinden wiederhergestellt beziehungsweise stark verbessert werden kann. So ist auf jeden Fall eine Symptomverbesserung, aber auch ein kompletter Stillstand der Krankheit in vielen Fällen möglich.

Aber auch hier gilt: Jeder Patient ist einzigartig und somit auch die Implantation, sodass es nicht ungewöhnlich ist, wenn ein Erkrankter etwa 150 Nadeln, verteilt auf beide Ohren, bekommt. Das Ergebnis und die anschließende, wiedergewonnene und weiter wachsende Lebensqualität spricht genauso für sich, wie die Tatsache, dass diese Methode nebenwirkungsfrei ist und im Verlauf auch die Einnahme der oftmals zahlreichen Medikamente – zumindest teilweise – wegfallen kann.

Mehr unter: www.alternativeparkinson.org

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Dr. Werth, der Erfinder dieser Methode und spezialisiert auf Neurologie und Psychiatrie, hat zahlreiche Ausbildungen und ein langjähriges sowie fundiertes Wissen über die Körper- und die Ohr-Akupunktur und unzählige praktische Erfahrungen, weshalb er heute seine Zeit hauptsächliche der Weitergabe seines Wissens widmet – auf Kongressen und in Büchern. Für die praktische Umsetzung seiner Arbeit in der Klinik, zum Beispiel in Valencia, ist seine ehemalige Schülerin, Frau Dr. Meis Al Karany und andere, ebenfalls sehr erfolgreich zuständig.