Mit der richtigen Atmung gegen Stress und Burnout

dolvita108 / Pixabay

Stress und Verspannungen nehmen Ihnen manchmal die Luft zum Atmen und engen Sie ein? Dies ist ein urmenschliches Problem, dass trotz vieler Techniken, wie Yoga- oder Meditationsübungen, nicht ursächlich gelöst wurde. Im Gegenteil – obwohl man heute viele Möglichkeiten und Übungen zur Entspannung kennt, nehmen Erschöpfungszustände wie Burnout weiter zu statt ab.

(Von Arthur Thomalla)

Die wahre Ursache einer falschen Atmung

Einst erlernte, völlig unnatürliche Verhaltensmuster bzgl. der Anspannung der Tiefenmuskulatur zeichnen sich verantwortlich für die damit erworbene falsche Atmung. Das Gefühl der Einengung oder des Eingesperrtseins, wie es oft beschrieben wird, sitzt so tief, dass dort weder eine Yogapraktik noch ein Masseur etwas lösen könnten. Selbst im Schlaf löst sich diese Anspannung nur wenig, weil das dauerhafte Festhalten und Anspannen der Tiefenmuskulatur schon fest im Unterbewusstsein programmiert ist. Dies hat natürlich auch negative Auswirkungen auf die Qualität des Schlafes, weil durch die Anspannung auch hier die Atmung nur eingeschränkt erfolgt.

Hier bestellen!

Einige Folgen der zu flachen Atmung

Ein wohlbekanntes Phänomen einer angespannten Tiefenmuskulatur ist das nächtliche Zähneknirschen. Hierbei verschleißen die Kiefergelenke früher, da die Gelenkflüssigkeit immer schneller unter dem enormen Druck abgebaut wird. Weiterhin hat sogar die Übersäuerung des Körpers – so fanden Wissenschaftler heraus – etwas mit der Säureabgabe der Tiefenmuskulatur zu tun und nicht immer mit einer Übersäuerung durch die Nahrung.

Ebenfalls ist jedoch durch viele Studien bewiesen, dass eine befreite Tiefenatmung hilft, Spannungen und Altlasten abzubauen.

Die Atmung ist der Schlüssel zu einem gesünderen Leben

Jede Religion, jede Meditation, jede Entspannungsmethode oder jedes Stressabbautraining beinhaltet die Atmung als wesentliches Element.

Mit Hilfe der Atmung kommen wir nämlich in den Austausch zwischen unserer physischen, materiellen Ebene und unseren feinstofflichen geistig-seelischen Anteilen, weshalb sie auch so wichtig ist für ein ausgeglichenes und erfüllendes Leben.

Der Zwiespalt zwischen natürlichem und anerzogenem Rhythmus

Die unbewussten, angespannten Programmierungen entstehen meist auf einer auf Leistung basierenden Erziehung und Lebenserfahrung. Der Körper an sich würde vieles eher entspannter, abwartender angehen, doch um dazuzugehören und mithalten zu können, müssen wir schnell Neues erlernen, uns schneller anpassen, schneller bewegen usw. Dieser Zwiespalt zwischen dem natürlichen Tempo und dem anerzogenen Rhythmus führt zu einer andauernden Anspannung, welche wir irgendwann als selbstverständlich ansehen.

Wir haben nun einmal gelernt und verinnerlicht: „Wenn Du etwas erreichen möchtest, streng‘ Dich an!“, „Beiß‘ die Zähne zusammen!“, „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“, usw.

Diese Botschaften und Glaubenssätze haben wir so verinnerlicht, dass sie zu unserem persönlichen Hamsterrad geworden sind und uns stets begleiten – bis in den Schlaf.

Wir empfehlen: Stress abbauen – Tiefensuggestion (Audio-CD) – Hier bestellen!

Permanente Leistungsbereitschaft verhindert das tiefe Durchatmen

Eine chronische Anspannung führt letztendlich zu einer chronischen Verspannung. Diese bereitet nicht nur irgendwann Schmerzen, sie schränkt auch unsere Atmung ein – auch wenn wir noch so viele Atemtechniken und Entspannungsübungen lernen. Eine entspannende Atmung kann jedoch von ganz alleine wieder stattfinden, wenn wir die tiefsitzenden und unbewussten Programme der Anspannung aufspüren und löschen bzw. lösen.

Nachfolgend führe ich ein paar erste Schritte auf, die Ihnen hierbei helfen können. Vorab sollte man sich fragen und beobachten, ob man z.B.

  • beim Autofahren das Lenkrad entspannt oder recht fest hält?
  • nachts mit den Zähnen knirscht?
  • bereits Verspannung im Rücken/Nacken hat?
  • nur flach atmet?

Man sollte wissen, dass wir außer der Brust- und Bauchatmung noch acht weitere Möglichkeiten zu atmen haben (sechs davon im Rückenbereich, dort, wo die meisten Menschen Schmerzen haben). Diese Atemräume wieder bewusst zu öffnen und zu nutzen, ist wichtig, um den tief- und festsitzenden Stress zu befreien und aus dem Organismus zu leiten.

Dem Stress neu begegnen

Nach und nach kann sich der Stress dann nicht mehr so tief festsetzen, da durch diese bewusste Atmung die körpereigene Grundspannung automatisch abnimmt und sich mehr und mehr im Alltag durchsetzt.

Hier gibt eine gute Anleitung und den Link zu einer Atem-App, welche dir dabei hilft, sofort deine 10 Atemräume kennenzulernen, um wieder freier durchatmen zu können.