Kurkuma – die gelbe Heilwurzel

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Die Kurkuma (Curcuma longa), auch Gelber Ingwer, Gelbwurz genannt, gehört zur Familie der Ingwergewächse. Sie stammt ursprünglich aus Indien, Vietnam und Java.

Kurkuma trägt den Ehrentitel „Königin der Gewürze“, doch sie ist weit mehr als nur ein Würzmittel. Seit über 4.000 Jahren wird Kurkuma in der ayurvedischen Medizin und der traditionellen Medizin (TCM) als Heilmittel verwendet. In der westlichen Küche ist Kurkuma wegen seines leicht bitteren bis scharfen Geschmacks vor allem als Bestandteil von Currypulver bekannt.

Wegen seiner starken Färbekraft wird Kurkuma als Safranersatz oder Farbstoff in der Lebensmittelindustrie, z. B. für Senf, Margarine, Wurstwaren oder Teigwaren, als E100 gekennzeichnet,  und als Färbemittel von Papier, Holz und Textilien genutzt.

Die Strahlen der Sonne haben den Teil der Pflanze, der wir das leuchtend gelb-orange-farbene Gewürz verdanken, nie berührt. Die Wurzel, das sogenannte Rhizom, gedeiht nämlich in der Tiefe der Erde.

Aussehen

Kurkuma hat eine knollenartige, fleischige Wurzel, wird bis zu einem Meter hoch und hat wunderschöne weiße oder pinkfarbene Blüten. Das Rhizom ähnelt stark dem des Ingwers, ist jedoch intensiv gelb. Es gibt ca. 80 unterschiedliche Pflanzen.

Inhaltsstoffe

Die Kurkumawurzel enthält rund 5 Prozent ätherische Öle (mit Tumeron, Tumerol, 1,8-Cineol) sowie eine Reihe Curcuminoide zu denen auch das Curcumin (ca. 3 Prozent) zählt. Curcumin ist ein starkes Antioxidans (Zellschutz), die die Entartung von Zellen verhindert. Rund 30 bis 40 Prozent der Kurkumawurzel bestehen aus Stärke. Weiter enthält Kurkuma die Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, Vitamin C, K, A, E sowie Folsäure, Carotinoide und Cholin. An Mineralstoffen bietet sie Magnesium, Kalzium, Kalium, Phosphor, Kupfer Zink, Selen und Mangan. Hier ist besonders der hohe Kaliumanteil hervorzuheben.

Die Wirkung von Kurkuma

Seit mehr als 50 Jahren wird die Kurkuma wissenschaftlich untersucht. Bis heute gibt es ca. 3.700 Studien zu Kurkuma. Curcumin, der für die Heilwirkung wichtigste Inhaltstoffe der Knolle, gilt heute als  der international am besten erforschte Wirkstoff.

Durch Studien belegte Wirkung

  1. Fördert die Fettverbrennung

Der Wirkstoff Curcumin fördert die Produktion von Gallenflüssigkeit im Magen. Hierdurch kann Fett besser in seine Bestandteile zerlegt werden. Wer mit Kurkuma würzt, fördert die Fettverbrennung.

  1. Kurkuma gegen Allergien

Studien zufolge verringert Curcumin die Histamin-Ausschüttung unserer Mastzellen bei einer allergischen Reaktion. Es hat sich somit als besonders hilfreich für Asthmatiker bewiesen. Auch bei Hautausschlägen, die durch allergische Reaktionen hervorgerufen wurden, zeigt Kurkuma Wirkung. Das hängt vor allem mit seinen stark antioxidativen Eigenschaften zusammen. Auch bei leichten Allergien, hilft Kurkuma Schnupfen, einen rauen Hals, tränende Augen und Hautirritationen zu bekämpfen.

3 . Heilwirkung gegen Krebs

Es ist wahrscheinlich das beste Nahrungsmittel gegen Krebs. Kurkuma sei dazu fähig, potentielle Krebszellen zu identifizieren und die Apoptose (Selbstzerstörung) zu verhindern. Zudem verhindere es die Bildung von Nitrosamin und Afaltoxin, die die Krebsbildung begünstigen. Verschiedene Studien belegen die Wirksamkeit von Curcumin sowohl in präventiver wie auch therapeutischer Hinsicht bei verschiedenen Krebsarten wie Darmkrebs, Brustkrebs, Prostatakrebs und Hautkrebs.

  1. Besseres sehen

Eine Studie von 2005 belegt, dass Curcumin die Bildung von grauem oder grünem Star verhindern kann. Außerdem kann die Kurkuma Wirkung auch Menschen mit leichter Sehschwäche helfen.

  1. Wirkung gegen Alzheimer

Verhältnismäßig erkranken in Indien die wenigsten Menschen an Alzheimer. Wissenschaftler aus Singapur versuchten 2006 den Grund dafür herauszufinden. Die Lösung: Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Curry-Konsum und der kognitiven Leistungsfähigkeit. Ursache hierfür ist wiederum das enthaltene Curcumin.

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Die wichtigsten Wirkungen von Kurkuma

  • Wirkt entzündungshemmend. Bei entzündlichen Erkrankungen, bei Colitis und Entzündungen der Darmschleimhaut sowie rheumatischen Erkrankungen, Gelenkschwellungen.
  • Senkt den Blutdruck, bei Herz-Kreislauf- Erkrankungen.
  • Schützt und stärkt die Leber.
  • Wirkt cholesterin- und lipidsenkend.
  • Kurkuma kann bei der Behandlung von Osteoporose eingesetzt werden, denn Curcumin hemmt die Entwicklung von Osteoklasten, also von Zellen, die Knochensubstanz abbauen. Kurkuma-Wirkstoffe können zudem bei Frauen nach der Menopause Östrogen-Defizite teilweise ersetzen und dadurch einem Knochenschwund vorbeugen und ihn auch stoppen.
  • Schützt unsere Zellen. Kurkuma reduziert freie Radikale und ist somit ein natürliches Antioxidans.
  • Wirkt entgiftend auf den Körper.
  • Wirkt sauerstoffanreichernd. Von außerordentlich hoher Bedeutung ist in diesem Zusammenhang auch der Sauerstoff-Schub, den die Kurkuma-Substanzen im menschlichen Körper auslösen. Bereits eine Stunde nach der Aufnahme von Kurkuma sind die Sauerstoffwerte im Blut deutlich besser.
  • Fördert den Gallenfluss. Kurkuma stimuliert die Produktion von Magensaft und Galle und hat dadurch einen positiven Effekt auf Magen-Darm-Probleme, welche auf einer gestörten Fettverdauung beruhen, z.B. bei Völlegefühl, Blähungen.
  • Der Schlankmacher. Kurkuma ist einer der wirkungsvollsten Fatburner der Natur. Eine ganze Reihe ihrer Inhaltsstoffe haben fettreduzierende Eigenschaften, beispielsweise indem sie den Zellstoffwechsel anregen und Verdauungsprozesse beschleunigen oder die Wasserversorgung der Zellen optimieren. Sie unterdrücken außerdem die Entstehung und das Wachstum spezifischer Fettzellen, die für Übergewicht und Fettleibigkeit mitverantwortlich sind.
  • Anti-Aging. Kurkuma wirkt Kollagen-verjüngend und stimuliert dadurch den Neuaufbau des Bindegewebes.
  • Stärkt das Immunsystem und wirkt antibakteriell und antiviral. Kurkuma gilt als die Immunwaffe schlechthin. Der Wirkstoff Curcumin bzw. die Curcuminoide der Kurkuma-Wurzel unterstützen den Körper bei der Bildung von T-Zellen (weißen Blutkörperchen), die bei der Krankheitsbekämpfung unerlässlich sind. Curcumin beeinflusst ebenfalls die sogenannten B-Zellen, die einzigen Immunzellen, die Antikörper bilden können. Auch Makrophagen – Fresszellen, die Viren oder Bakterien erkennen und ab – bauen – werden stimuliert, ebenso wie die Killer-Zellen, welche bereits erkrankte Zellen erkennen und zerstören.
  • Schützt das Nervensystem. Freies Curcumin, so wie es in der Natur vorkommt, passiert ungehindert die Blut-Hirn-Schranke , die für Fremdmoleküle normalerweise nahezu undurchdringbar ist. Damit sind natürliche Curcuminoide ausgezeichnete Wirkstoffe für die Behandlung von neurodegenerativen (Autoimmun-)Erkrankungen aller Art wie beispielsweise Multiple Sklerose oder Alzheimer. Curcumin kann mithelfen, dass sich Myelin-Schichten im Gehirn, d. h. vereinfacht gesagt die „weiße Hirnsubstanz“, nicht vorzeitig abbauen und unser Hirn damit bis ins hohe Alter leistungsfähig bleibt.

Nicht umsonst ist es eine alte Weisheit der Medizin- und Jurastudenten einen Teelöffel des Super-Gewürzes vor der Klausur einzunehmen, um die stundenlange Höchstleistung des Gehirns aufrecht zu erhalten.

  • Gegen Depression. Da Kurkuma außerdem eine Menge „Psychohormone“ enthält, kann es – insbesondere bei der Verwendung zusammen mit Piperin – auch unsere Stimmungslage verbessern. Curcumin und Piperin kombiniert gelten als potente natürliche Alternative zur Behandlung von Depressionen.

Kurkumin und Piperin sind als Psychodroge in Kombination eine sinnvolle und potente natürliche Alternative  bei der Behandlung von Depressionen. Prof. S.K. Kulkarni, Panjab University

  • Wirkt krebshemmend. Krebs ist grundsätzlich ein Prozess, bei dem die Mitochondrien, die „Energiekraftwerke“ in den Zellen, durch oxidative Schädigung wie technische Strahlung, Umweltgifte, chronische Entzündungen usw. schrittweise absterben. Dadurch wird die Zellatmung gestört. Es konnte auch festgestellt werden, dass Curcumin hilft, Tumorzellen zu verringern, die Transformation von normalen Zellen in Tumorzellen verhindert und den Körper bei der Zerstörung von mutierten Krebszellen unterstützt, ohne dabei gesunde Zellen zu beschädigen. Eine regelmäßige Einnahme verringert das Krebsrisiko und wird auch bei erkrankten Patienten eingesetzt, um das Tumorwachstum zu hemmen.

Wie oben erwähnt wirken die Curcuminoide unter anderem entzündungshemmend, entgiftend, antioxidativ und immunstimulierend – alles Eigenschaften, welche helfen, die kränkelnden Mitochondrien und damit die Zellen wieder auf Vordermann zu bringen.

Die meisten Gesundheitsvorteile erhält man allerdings wenn man Kurkuma als Kapsel einnimmt. Grund dafür ist die hohe Qualität und Konzentration des enthaltenen Curcumin. Die Bioverfügbarkeit von Curcumin beim Menschen in Kombination mit Piperin (einem Hauptwirkstoff des schwarzen Pfeffers) lässt sich um zweitausend Prozent steigern.

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