Krebszellen können riechen – ätherische Öle als sanfte Form der Tumortherapie

Mareefe / Pixabay

Ätherische Öle sind die Essenz, die Lebenskraft einer Pflanze. Sie schützt sich damit vor Pilzbefall und Bakterien. Ein Öl kann aus über 400 verschiedenen Duftkomponenten bestehen. Diese Essenz wirkt auf einer feinstofflichen Ebene und hat großes Heilungs-Potenzial, weil die Riechnerven der Nase nahezu die direkte Verbindung zu unserem Gehirn darstellen. Normalerweise verhindert die Blut-Hirn-Schranke, dass Stoffe von außen Einfluss auf unser Gehirn nehmen können, ätherische Öle überwinden jedoch die Blut-Hirn-Schranke und wirken dadurch oft besser als synthetisch hergestellte Medikamente.

(Von Vera Wagner)

In der westlichen Welt wurden duftende Öle lange Zeit nur zuhause oder im Wellnessbereich angewandt. Nun erlebt die medizinische Aromatherapie eine Renaissance, nicht nur in der Naturheilkunde. Auf internationalen Kongressen diskutieren „Schulmediziner“ den Einsatz ätherischer Öle in der Schmerztherapie, als Antibiotikaersatz und zur unterstützenden Behandlung von Krebserkrankungen. Während bei der konventionellen Krebstherapie nicht nur die Tumorzellen, sondern auch die gesunden Zellen zerstört werden und zum Teil schwere Nebenwirkungen auftreten, sind einige ätherische Öle in der Lage, das Wachstum von Krebszellen zu hemmen oder sogar ganz aufzuhalten. Und das, ohne die gesunden Zellen zu schädigen.

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Wissenschaftler an der Ruhr-Universität Bochum haben entdeckt, dass Krebszellen über ihre eigenen Duftrezeptoren verfügen. So kann das Wachstum von Krebszellen in der Leber aufgehalten werden, wenn sie mit bestimmten ätherischen Ölen in Kontakt gebracht werden. Bei Krebs sind vor allem Terpene (aromatische Bestandteile) wirksam, die sich vor allem in Zitrusölen wie Zitrone, Grapefruit, Bergamotte, Mandarine etc. finden – und in den Ölen der Nadelbäume wie der Edeltanne, der Schwarzfichte, der Waldkiefer, der Balsamtanne etc.

Wirkungsvolle Öle gegen ungesunde und entartete Zellen sind auch Thymian, Rosmarin, Oregano, Kamille und Weihrauch. In einer Schweizer Studie aus dem Jahr 2010 war Thymianöl besonders wirkungsvoll gegen Brustkrebs-, Lungenkrebs- und Prostata-Krebszellen. Rosmarinöl zeigte starke Anti-Tumoreigenschaften in Bezug auf den Dickdarm, die Brust, Leber, Magen, Haut und Blut. Eine Studie ergab, dass ätherisches Rosmarinöl in einer Konzentration von 1 Prozent mehr als 90 Prozent der Eierstock- und Leberkrebszellen deaktivieren konnte. Oreganoöl wirkt unterstützend in der Therapie von Prostata-, Brust- und Hautkrebs. Ätherisches Kamillenöl ist wirksam vor allem bei Haut-, Prostata-, Brust- und Eierstockkrebs. In einer Studie tötete ätherisches Kamillenöl 93 Prozent der Brustkrebszellen ab.

Die Universität Oklahoma fand zudem heraus, dass verschiedene Arten von Weihrauchölen Krebszellen absterben lassen. Boswellia carteri machte Krebszellen in Blasentumoren teilweise untauglich und ließ sie absterben. Boswellia carteri ist nach einem Bericht im „Cancertutor“ fast unschlagbar im Kampf gegen den Krebs.

Auch die Mischung von Weihrauch- und Myrrheöl zeigte eine antikanzerogene Wirkung.

Sie können ätherische Öle durch einen Diffusor einatmen oder stark verdünnt in Wasser einnehmen. Sie können sie – verdünnt mit einem neutralen Trägeröl wie Mandel- oder Jojobaöl – einmassieren oder 5 bis 10 Tropfen dem Badewasser zufügen. Achten Sie unbedingt darauf, dass es sich um 100 % naturreine ätherische Öle handelt! Für den Laien ist es schwer zu unterscheiden, welches ein synthetisches oder unsachgemäß destilliertes und welches ein reines ätherisches Öl ist.

Vera wagner www.weihrauchplus.de

 

Quellen:

https://www.bergila.com/de/news/tipps-and-tricks/7-merkmale-woran-man-hochwertige-atherische-ole-erkennt

http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2015/pm00013.html.de

https://www.epochtimes.de/gesundheit/aetherische-oele-gegen-krebs-a1293766.html

https://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Kann-Zitrusduft-wirklich-Krebs-hemmen-id32717582.html