Heilpflanze Arnika – Bei Muskelschmerzen, Prellungen, Verletzungen u.v.m.

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Arnika hilft sehr zuverlässig bei Verstauchungen, Prellungen, blauen Flecken oder Schwellungen. Weil ich schon oft – nicht nur von Sportlern – zu der Heilwirkung dieser Pflanze gefragt wurde, möchte ich sie und ihre vielseitige Wirkweise heute näher vorstellen.

Seit dem 17. Jahrhundert wird Arnika in der Heilkunde verwendet und sogar Goethe mochte sie und trank nach seinem Herzinfarkt täglich Arnika-Tee, wonach seine Beschwerden, laut seinen Aussagen, merklich besser wurden.

Arnika – eine Gebirgspflanze

Diese Pflanze erinnert in ihrem Aussehen an die Sonnenblume, denn sie hat ebenso schöne leuchtende Blüten. Sie wächst im Gebirge, ist jedoch leider sehr rar, sodass sie nicht immer am Wegesrand zu sehen ist, weshalb sie mittlerweile auch unter Naturschutz steht.

Arnika riecht sehr angenehm, der Stängel ist haarig und die Pflanze wird bis zu 60 cm groß. Die gelb leuchtenden Blüten sehen sternförmig aus. Die Pflanze gehört zu den Korbblütlern und blüht von Juni bis August.

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Welche wertvollen Inhaltsstoffe hat Arnika?

Nur die Blüten werden als Arznei verwendet und beinhalten:

  • 0,2 – 1,5 % Sesquiterpenlactone, unter anderem die Substanz Helenalin
  • 0,4 – 0,6 % Flavonoide
  • Andere Inhaltsstoffe sind: Gerbstoffe, Cumarine und einige ätherische Öle

Wogegen hilft Arnika?

Arnika kann bei einigen gesundheitlichen Problemen helfen, sie

  • kann gegen Keime vorgehen,
  • Schmerzen lindern,
  • entzündungshemmend wirken.

Äußerlich aufgetragen (Salbe oder Tinktur) kann Arnika gegen folgende gesundheitliche Probleme helfen:

  • Schwellungen
  • Verstauchungen
  • Prellungen

In der Homöopathie wird diese Pflanze in einer verdünnten Form eingesetzt, bei z.B.:

  • Aphten
  • Zahnfleischentzündungen
  • Insektenstiche
  • aber auch Verletzungen aller Art
  • zum Blutungen stoppen (z.B. Nasenbluten)
  • wird von Homöopathen als Erste-Hilfe-Globuli bei Gehirnerschütterung, Schlaganfall und Herzinfarkt empfohlen

Nebenwirkungen

Außer den homöopathischen Mitteln sollte man Arnika nicht einnehmen, weil zu große Mengen der reinen Arnika zu Magen- und Kopfschmerzen sowie Übelkeit, Schwindel und Herzrasen führen können.

Bei Tinkturen oder Salben, die Arnika enthalten, sollte man erst einmal vorsichtig eine dünne Schicht auf eine Hautpartie auftragen, weil allergische Reaktionen auftreten können (kleine Bläschen oder Schwellungen).

Schwangere sollten diese Heilpflanze (außer den homöopathischen Mitteln) nicht verwenden.