Grenzen überwinden: Ganzheitliches Business mit Alpha-Synapsen-Programmierung® Teil 2/3

Im 1. Teil meines Artikels hab ich Ihnen als Einleitung etwas über Managementstrategien, Kondratjew-Zyklen und Unternehmensberatung erzählt. Im 2. Teil gehe ich nun auf die DelphinStrategie® ein, die in Alpha-Synapsen-Business® ihre Anwendung findet.

(von Lissy Götz)

Mein Begegnung mit der DelphinStrategie®

Oft berichten mir Klienten von einem ständigen Kampf, von permanenten Schwierigkeiten, von Mobbing und von ihrem Wunsch nach mehr Leichtigkeit und Einfachheit. Das Burnout-Syndrom ist in aller Munde und trifft inzwischen nicht nur die großen Bosse, sondern auch den ganz normalen Angestellten, weil Stress für jeden etwas anderes bedeutet. Die dazu-gehörenden Therapien und Kliniken sprießen wie Pilze aus dem Boden. Mittlerweile kommen noch die Resilienzcoachings und -ratgeber dazu (Resilienz bedeutet psychische Widerstandsfähigkeit). Die Unterstützung durch diese Therapieformen ist sicher hilfreich, aber ich verfolge einen anderen Ansatz. Ich wünsche mir, dass die Menschen gar nicht erst in die Situationen kommen, eine Burnoutpause machen zu müssen. Prophylaxe heißt mein Zauberwort! Auch beim Aufbau der Widerstandsfähigkeit sehe ich Grenzen. Wie weit soll das denn gehen? Eine Freundin von mir, sagte mal den ganz banalen Satz: „Man kann sich auch zu Tode coachen und therapieren, wenn man sich alles gefallen lässt“. Diesen Satz habe ich mir gemerkt. Mein Ziel ist es, den Menschen ein Werkzeug an die Hand zu geben, das ihnen die Möglichkeit gibt, auf der Welle der Leichtigkeit zu reiten. Und zwar gerade in den Bereichen des Business. Denn in Unternehmen und auch in Einzelfirmen werden Arbeitsplätze geschaffen, wird Geld verdient und natürlich auch Steuern bezahlt, die wiederum der Gemeinschaft zu Gute kommen.

Instinktiv spüren viele schon, dass es so etwas wie einen Fluss, oder eine Welle geben muss, die uns trägt. Es ist diese Intuition, diese Verbindung zur Schöpferebene, die uns richtige und ethisch wertvolle Ideen und Lösungsmöglichkeiten anbietet. Die Sicherheit, zu jeder Zeit, am richtigen Platz zu sein , ohne von der Verantwortung erdrückt zu werden.

Allerdings glaube ich nicht, dass die Veränderung von den großen Konzernen, oder gar von unserer politischen Elite kommen wird. Jeden Tag werden wir uns gewahr, dass Gewinn-maximierung und das Bedienen der Aktionäre an erster Stelle steht. Die Moral der Kon-zerne ist nur durch Finanzfaktoren bestimmt, die keinen Raum für die traditionellen Grundwerte lassen.

„Reich wird nicht der Herrscher über Sklavenarbeiter, sondern der Befreier menschlicher Kreativität, nicht der Eroberer von Land, sondern die Befreier der Gedanken“ (George Gilder, Publizist)

Alpha-Synapsen-Programmierung® ist schon einmal ein sehr guter Ansatz, denn die Alpha-Scheibe und die ergänzenden Flowcharts, sind eine wunderbare Hilfe zur Selbsthilfe. Allerdings war ich auf der Suche nach einem Tool, das ich speziell für den Businessbereich einsetzen konnte, was aber eben so einfach anzuwenden wäre, wie ASP. Kaum fertig gedacht, schon bekam ich die einschlägigen Informationen.

Es ist immer wieder erstaunlich, welche Überraschungen wir erleben können, wenn wir synchronisiert sind. Bei einer meiner Ausbildungen berichtete mir eine Teilnehmerin von der sogenannten DelphinStrategie®, eine Managementstrategie, die nicht nur hohe ethische Werte vertritt, sondern im beruflichen, wie im privaten Umfeld seine Gültigkeit hat und dementsprechend auch eingesetzt werden kann. Die DelphinStrategien® wurden Mitte der 1980 Jahre von Dudley Lynch entwickelt und später von Paul Kordis ergänzt. Es gibt dazu zwei Bücher in deutscher Sprache, Delphin-Denken – Gewinnen mit Gehirn, 1996 erschienen im Haufe-Verlag und DelphinStrategien – ManagementStrategien in chaotischen Systemen, welches 1998 vom Gerhard Heinrich Verlag verlegt wurde. Dudley Lynch ist einer der wenigen, der in seine Managementlehre, die Funktionalität des Gehirns mit einbezogen hat. Im nachfolgenden Kapitel werde ich immer wieder aus diesen Büchern zitieren.

Die DelphinStrategien® verbinden Wirtschaftstheorien, Kulturtheorien und Naturwissen-schaften so miteinander, dass daraus eine interdisziplinär funktionierende Methode ent-standen ist. Der Untertitel dieser Methode könnte auch lauten, „Mit Grenzen spielen, anstatt sie zu akzeptieren“. Um wirklich frei zu sein, oder zu werden, können wir dieses Spiel mit den Grenzen nicht außer Acht lassen. Die erste Frage, die wir uns stellen sollten, lautet: Wo/bei was, begrenze ich mich selbst? Und die zweite Frage wäre: Wo/bei was, werde ich begrenzt, oder lasse ich eine Begrenzung zu? Das ist Teil der Selbstreflexion, von der ich immer wieder rede, denn diese Selbstreflexion kann uns niemand abnehmen. Um reflektieren zu können, brauchen wir entweder einen Gegenpol, das ist der Ist-Zu-stand, den wir mit dem Soll-Zustand vergleichen können, oder jemanden, der mich und mein Verhalten spiegelt, also Menschen in meinem Umfeld.

Der Charakter des Delphins, beherrscht in großem Maße genau diese Selbstreflexion. Um sich erfolgreich im Business selbst reflektieren zu können, brauchen wir also Ziele, wie zum Beispiel: Wo sehe ich mein Unternehmen in 5, oder 10 Jahren? Welche ethischen Werte möchte ich als Unternehmer vertreten? Ist mein Unternehmen effizient? Arbeite ich effizient? Das heißt, bin ich in der Lage mit dem geringstmöglichen Aufwand, das Größtmögliche zu erreichen? Oder ist das Führen des Unternehmens ein ständiger Kampf, der mehr Ressourcen (Geld(Zeit/Energie) verschwendet, als er generiert?

Je mehr ich mich mit dem Thema DelphinStrategien® beschäftigte, desto faszinierter war ich zum einen, aber zum anderen, war mir die Analyse und die Anwendung zu kompliziert. Denn ich dachte, wie schon so oft: Das Wunder liegt in der Einfachheit!

Also las ich die Bücher mehrmals, machte mir Notizen und Entwürfe, verwarf wieder alles und begann von Neuem. Dieser ganze Prozess zog sich zwei Jahre hin, aber das Resultat kann sich wirklich sehen lassen. Alpha-Synapsen-Business®

http://www.elisabethgoetz.de/die-dienstleistungen/

Alpha-Synapsen-Business® besteht aus einer Business-Scheibe, einer Anleitung und zwei weiteren Flowcharts (Ablaufdiagramme). Die Anwendung kann in einem 2-Tages-Intensiv-Seminar von jedem erlernt werden.

http://www.elisabethgoetz.de/ausbildungen/alpha-synapsen-business-grenzen-ueberwinden/

Die acht Werte-Ebenen

Die Details der DelphinStrategien®

Seit mehreren Tausend Jahren, haben die Menschen in ihren familiären, kommerziellen und sozialen Strukturen zwei Strategien angewendet: Die Strategie des Karpfens und die Strategie des Hais. Dadurch, dass diese beiden Strategien die Geschichte beherrschten, definierten sie auch die daraus resultierenden Grenzen und schränkten unsere Freiheit ein. Dudley Lynch beschreibt den Hai und den Karpfen wie folgt: „Menschen die nur die Karpfen-Strategie anwenden, leiden daran, dass sie wie in Hypnose geblendet und unfähig sind, die Welt in ihrer Ganzheit anzuerkennen und zu akzeptieren. Und Menschen, die sich an die Strategie des Hais gewöhnt haben, sind süchtig. Ihre Sucht und ihre Zwänge verdammen sie dazu, ewig wie der Elefant im Porzellanladen zu sein. Sowohl die Strategie des Karpfens, als auch die des Hais, bleiben in uns erhalten, weil sie fest verdrahtet sind. Genauer gesagt, sie sind in unserer Gehirnstruktur verankert.“ Unser altes Gehirn, bietet uns drei mögliche Reaktionen auf äußere Einflüsse an, die Dudley Lynch als die drei „f’s“ bezeichnet hat: fight, flight oder freeze – kämpfen, fliehen oder erstarren.

Aber wie die Leser meines Buches Und am Ende steht Freiheit https://shop.alpha-synapsen-programmierung.de/Alpha-Produkte/Und-am-Ende-steht-Freiheit-2-Auflage-von-2013::57.html schon wissen, lautet einer meiner Lieblingssätze, nichts ist in Stein gemeißelt – und schon gar nicht die Struktur unseres Gehirns, respektive unsere Synapsen. Auch die Anzahl der möglichen Reaktionen oder Verhaltensstrategien, ist durchaus variabel und kann beliebig durch neue Strategien ergänzt werden.

Kommen wir nun zu den Delphinen und ihren Strategien, denn das ist genau das, was wir in der heutigen Zeit bräuchten, intelligente Strategien. Menschen, die Entscheidungen treffen und die Konsequenzen dieser Entscheidungen vorausberechnen oder vorhersehen können, und zwar nicht nur für die nächsten 5-10 Jahre, sondern bis in die nächsten 7 Generationen. Naturvölker in Südamerika, die noch nicht von Religionen oder westlichen Ideologien versaut sind, machen genau das: Der Ältestenrat trifft Entscheidungen für die Gemeinschaft, die auch noch – wenn man weiter denkt – für die nächsten 7 Generationen gültig sind. Das nenne ich wirkliche Nachhaltigkeit!

Delphine sind sehr intelligent und man könnte fast vermuten, dass sie sogar intelligenter als der Homo sapiens sapiens sind. Denn der Assoziationskortex des Delphins, – das ist der Teil des Gehirns, der auf abstraktes und konzeptbildendes Denken spezialisiert ist – ist größer als der des Menschen. Das Verhalten der Delphine in der Nähe der Haie ist äußerst spannend, sie benutzen ihre Knollennase und rammen ihre Gegner in den Brustkorb, bis diese aufgeben, oder verletzt auf den Grund sinken. Wenn Delphine nicht das bekommen, was sie wollen, ändern sie in Sekundenschnelle und äußerst präzise ihre Strategie. Delphine genießen, nutzen, erforschen und erfahren Fähigkeiten des integrierten, höchst sozialen, in vollem Umfang mitarbeitenden, menschlichen Gehirns(4). Delphine sind keine Wesen, die nach Vorschriften und Regeln leben, auch dann nicht, wenn diese Regeln in schlauen Büchern formuliert sind. Wenn Delphine das können, dann können wir das auch!

Um eingefahrene Strategien verändern zu können, sollten wir diese zuerst erkennen: Welche Strategie verfolge ich, in Bezug auf bestimmte Themen, auf bestimmte Menschen, oder in Konfliktsituationen? Vor allem – ganz wichtig – welche Strategie wiederhole ich permanent, ohne damit erfolgreich zu sein?! Weil nämlich eine Strategie, die beim ersten Mal nicht funktioniert hat, auch beim zweiten und dritten Mal nicht funktionieren wird. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz.

Die vier Verhaltensmöglichkeiten aus der DelphinStrategie®- Methodik

Dudley Lynch und Paul Kordis haben diese Verhaltensmöglichkeiten in vier Gruppen unter-teilt: Der Hai, der Karpfen, der PEK (Pseudoerleuchteter Karpfen) und der Delphin. Wobei sich Karpfen und PEK sehr ähnlich sind, allerdings spielt der PEK aktuell eine ganz ent-scheidende Rolle in der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft, denn er symbolisiert die letzte Stufe zum sogenannten Großen Übergang, der überwunden werden muss, um in den Bereich der unbegrenzten Möglichkeiten, der Delphin-Möglichkeiten, zu gelangen. Und genau an dieser Stufe steht die Menschheit im Moment. Es geht um die Überwindung der Polarität, die Überwindung der Einteilung von gut und böse, von rechts oder links. Es gibt NIE nur zwei Lösungen, es ist nur möglich, dass wir in einem Konflikt nur zwei Möglich-keiten sehen. Plan C oder D sind unsichtbar, wenn wir das Hai- und Karpfendenken nicht beiseite lassen und uns für intelligente (Delphin)Strategien entscheiden. Aber dazu später mehr.

Der Hai

Würde der Hai Selbstgespräche führen, so würden wir ihn immer und immer wieder sagen hören, „ich bin ein Hai, ich glaube an den Mangel, darum will ich so viel wie möglich bekommen und zwar um jeden Preis“. Haie sind davon überzeugt, dass es immer einen Verlierer geben muss. Dieser Verlierer kann jeder sein, nur nicht sie selbst. In der Triade, – bestehend aus Verfolger, Retter und Opfer, bekannt als das Drama-Dreieck-, wohnt der Hai häufig in der Ecke des Verfolgers. Bei diesem Kampf um Ressourcen versuchen Haie, ständig der Verantwortung zu entgehen und dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Haie sind immer bestrebt, dem Schmerz – nicht der Gewinner zu sein – zu entgehen, denn zu ver-lieren verursacht beim Hai psychische, zum Teil sogar auch physische Schmerzen. Haie stiften gerne Verwirrung, da sie diese als natürliche Deckung nutzen können, weil alle anderen damit beschäftigt sind herauszufinden, was gerade geschieht. Das Wasser aufzu-wühlen, ist eine ebenso konventionelle Hai-Taktik, wie lautlos zu verschwinden. Innerhalb einer Verwirrung, verhalten sich Haie bisweilen auch ebenso schlüpfrig wie Aale.

Außerdem trägt der Hai noch eine besondere Last, denn er muss zu 100% Recht haben. Haie haben das verzweifelte Verlangen, andere Menschen unter Kontrolle zu halten, daher erschaffen sie gerne Krisen, die ihre Mitspieler dazu zwingen, ihr Spiel zu spielen. Durch ihre Kontrollsucht verlieren sie oft ihre Intuition, ihre Gefühle und vergessen den Zweck ihres Lebens. Der Hai hat folgende Lösungsmöglichkeiten für sich festgelegt:

  • Ich mache alles, um meiner Verantwortung zu entkommen
  • Verwirrung ist meine natürliche Deckung
  • Was ich nicht anerkenne, dem kann ich nicht begegnen
  • Ich muss zu 100% Recht haben
  • Da ich alles kontrollieren muss, bin ich ständig auf der Hut

Im Business gibt es für den Hai nur zwei Möglichkeiten: Übernahme oder Tauschhandel (Kompromiss). Die Lebenserwartung (innerhalb einer Organisation, oder Teams) ist nicht sehr groß, da der Bestand an Opfer abnimmt und die Liste der Feinde immer länger wird. Wobei ich glaube, dass der Vorrat an menschlichen Haien unerschöpflich groß ist, denn das Wasser färbt sich immer noch zu oft rot.

Der Karpfen

Der Glaube des Karpfens an Grenzen ist fast schon hypnotisch. Im vorher beschriebenen Drama-Dreieck, wohnt der Karpfen häufig in der Ecke des Opfers. Der Karpfen ist einge-klemmt zwischen dem Verlierermodus und dem Modus der unbelohnten Fürsorge. Durch den Opfer-Wohnsitz, glaubt der Karpfen das Recht zu haben, auf die dazu gehörenden Rollen und Qualen, die eigentlich zu einem Co-Abhängigen gehören. Co-Abhängige ver-meiden die Verantwortung für sich selbst, stattdessen übernehmen sie lieber die Verant-wortung für andere. Allerdings in einer Form, die schon an Hörigkeit grenzt, das sorgt dafür, dass sie sich nicht um sich selbst zu kümmern brauchen. Karpfen verbringen sehr gerne ihre Zeit damit, andere zu verstehen, zu analysieren und zu interpretieren. Das kann nicht gut gehen und ich sage Ihnen auch warum? Jeder Mensch hat seine ganz individuellen Erfahrungen und Prinzipien seiner Weltanschauung. Das heißt, jeder hat seinen eigenen persönlichen Filter, mit dem er die Welt und auch andere Menschen wahrnimmt und manchmal auch beurteilt.

Der Mensch kann also gar nicht anders, als seine Mitmenschen/Mitspieler durch den eige-nen Filter zu betrachten, weil unser Gehirn gar nichts anderes zulässt, außer der betref-fende Mensch gehört zu der seltenen Spezies, die das eigene Ego vollständig hinten an stellen kann. Wenn wir andere Menschen analysieren, analysieren wir immer nur uns selbst. Wir projizieren unsere Weltanschauung auf andere. Kurz gesagt, wir sehen immer nur uns selbst.

Dennoch ist der Karpfen sehr intuitiv, wenn er es schafft die eigenen Emotionen, von den Emotionen anderer zu differenzieren. Karpfen machen oft den Eindruck von Nettigkeit, Rechtschaffenheit und Nächstenliebe. Dahinter versteckt sich aber oft auch Wut, Kontrolle und Manipulation.

Karpfen findet man manchmal auch in der Retterecke, um bei dem zuvor genannten Drama-Dreieck zu bleiben. Ein Karpfen ist davon überzeugt, andere retten zu können. Aber nur solange, bis er merkt, dass die guten Ratschläge vom Gegenüber nicht angenommen werden und die Dankbarkeit ausbleibt. Ab diesem Zeitpunkt fühlt sich der Karpfen betrogen, weil niemand bereit ist, sich um ihn zu kümmern. Dadurch wird der vermeintlich Gerettete zum Verfolger und der Karpfen landet wieder in der Opferecke. Dumm gelaufen.

Der Karpfen hat für sich selbst, sechs Lösungen integriert:

  • Ich spiele nicht
  • Ich hindere andere daran zu gewinnen
  • Ich mache nichts zu Ende
  • Ich zerstöre das Spiel
  • Ich spiele den guten Kumpel
  • Ich werde zum Problem

Die möglichen Entscheidungsstrategien lauten beim Karpfen: Rückzug oder Nachgeben. Oder übersetzt, ich nehme jetzt mein Spielzeug und gehe nach Hause. Das heißt, er ver-lässt die Gruppe, die unterschiedlicher Art sein kann: Organisation, Team, Gruppe, Familie, etc.. Darum erleiden Karpfen oft einen Mangel, weil die Spieler, denen man gerne am häufigsten nachgibt, die Haie sind. Wenn Karpfen zu häufig nachgeben, bleibt irgend-wann nichts mehr übrig.

Der Glaubenssatz des Karpfens lautet: „Ich bin ein Karpfen, ich glaube an den Mangel. Auf-grund meines Glaubens, komme ich gar nicht auf die Idee, jemals alles leisten oder haben zu können. Wenn ich der Verantwortung nicht entkommen kann, indem ich mich davon fernhalte, opfere ich mich“.

Der PEK (Pseudoerleuchteter Karpfen)

Der PEK ist mein persönlicher Lieblingsfisch in dieser Methodik, da ich mich im PEK zu 100% wieder erkannt habe, zumindest im Anfang meiner Laufbahn als ASP-Entwicklerin. Als ich die Beschreibung des PEK’s gelesen habe, konnte ich mich vor Lachen fast nicht mehr auf dem Stuhl halten. Der pseudoerleuchtete Karpfen sagt: „Ich bin eine PEK, ich glaube an den absoluten Überfluss. Darum glaube ich nicht an das wirklich Böse. Es ist nur eine Frage der Zeit, oder der Einstellung, bis jemand gewinnt. Weil mein wichtigstes Bedürfnis die Heilung ist, fühle ich mich bei Vergeltung oder Flucht nicht wohl, also kann ich Liebe einfach nicht mit Macht zeigen. Dadurch werde ich ohnmächtig und meine Ohnmacht macht mich wütend. Weil es mir aber wichtig ist, das Image der Spiritualität zu wahren, projiziere ich meine Emotionen auf andere. Ich glaube meine einzige Aufgabe ist es, los-lassen zu lernen, zu fließen und Kanal für eine höhere Macht zu sein. Und damit recht-fertige ich meine Existenz“.

Auf der Aktiva des PEK’s stehen seine Fähigkeiten, Gefühle zu heilen und seine Weitsichtig-keit. Er verarbeitet Informationen auf einer höheren Ebene und beginnt die Komplexität der Wahlmöglichkeiten zu erkennen. Der Lieblingswohnort (im Drama-Dreieck) eines PEK’s ist die sichere Ecke, man kann es auch Zufluchtsort nennen. Wann immer jemand Schutz oder Heilung braucht, bei einem PEK ist er gut aufgehoben. Wenn da nicht das Konzept des Zufluchtsortes noch so unausgereift wäre. Der absolute Glaube an den Mangel des Karpfens und des Hais, ist beim PEK verschwunden. An diese Stelle tritt der absolute Glaube an den  Überfluss und die Annahme, dass es keine Einschränkungen gibt. Für den PEK gibt es schlicht nichts Böses. Er glaubt, es würde ausreichen immer lieb zu sein, dann sind alle anderen auch lieb. Wenn dem so wäre, gäbe es keine Polarität, dann hätten wir die Ein-heit schon erreicht und wären zur allumfassenden Liebe zurück gekehrt. So weit sind wir aber noch nicht, daran dürfen wir noch arbeiten. So lange wird es auch immer noch einen Gegenpol geben, der uns dazu zwingt, uns ständig weiter zu entwickeln, an das Gute zu glauben, ohne in die Naivität zu verfallen. Denn das eine, schließt das andere nicht aus.

Wenn beim PEK das Pendel in die andere Richtung geht, weil er merkt, dass doch nicht alle Menschen lieb sind, wird er wütend und fühlt sich machtlos, weil das PEK-System gegen Haie so machtlos ist. Die Lösungsstrategien des PEK’s lauten:

  • Ich bin anti-materiell
  • Ich bin anti-strukturell
  • Ich bin anti-technologisch
  • Ich bin anti-autoritär
  • Ich bin anti-komplex

Der PEK wäre gerne antimateriell, stellt aber am Ende des Monats fest, dass der Kühl-schrank leer ist und sich nicht von alleine füllt. Viel lieber beschäftigt er sich mit spiri-tuellen und esoterischen Dingen. Oft trägt er das Mäntelchen der Spiritualität vor sich her wie ein Schutzschild, damit keiner merkt, dass er unfähig ist seinen Alltag zu organisieren. Auch der PEK drückt sich gerne vor der Verantwortung. Er nimmt an, dass es ausreicht auf Böswilligkeit hinzuweisen, in der Hoffnung, dass sich alles auf mystische Weise regelt. Das ist aber erst auf den zweiten Blick zu erkennen, weil er sich vordergründig sehr für die Gemeinschaft einsetzt, aber dabei den eigenen Kühlschrank, bzw. die eigenen Baustellen vergisst. Anstatt Licht und Liebe zu senden, was sicher nicht verkehrt ist, muss eben auch mal gehandelt werden. An sich selbst zu denken, macht durchaus Sinn, sowohl beim Kühl-schrank, als auch bei allen anderen Ressourcen. Nur wer viel hat, kann auch viel geben. Nur wenn mein eigenes Energielevel passt, kann ich Energie an andere verschenken.

Strukturen verwechselt der PEK gerne mit Grenzen, die er generell nicht akzeptiert. Komplexes Denken lehnt er ab, weil er Komplexität als die Waffe der Haie fehlinter-pretiert. Der PEK weiß, dass es eine Notwendigkeit nach einem Sinn gibt, versteht aber nicht, dass der SINN auch durchdacht sein muss. PEK’s glauben oft in einem Delphin einen Hai zu erkennen, da sie nicht mit Konsequenz umgehen können.

Der Delphin

„Die Strategie des Delphins, ist die knallharte Suche nach dem, was funktioniert“, schreibt Dudley Lynch. Ein Delphin sagt: „Ich bin ein Delphin und ich glaube an den poten-tiellen Mangel und an den potentiellen Überfluss. Da ich glaube, dass wir beides haben können und dass wir das, was wir haben sogar multiplizieren können, mache ich Flexi-bilität und die Fähigkeit aus weniger mehr zu machen, zu den Eckpfeilern meines Lebens“. Statt sich von  Verhaltensweisen bestimmen zu lassen, wer sie sind, sind Delphine – in jedem Augenblick und in jeder beliebigen Situation – das, was ein von ihnen gewähltes Verhalten gestattet. Somit ist die Strategie des Delphins keine Überlebensstrategie, sondern eine umfassende und vorausschauende Vorgehensweise. Delphine lieben es zu gewinnen, sie haben aber nicht das Bedürfnis andere verlieren zu lassen, was sie vom Hai unterscheidet. Sie können auch verlieren, wenn wenig auf dem Spiel steht und sie etwas lernen können. Sie können auch nachgeben, oder Kompromisse machen und haben auch nichts gegen das Austragen von Konflikten, solange es wirklich einen Sinn ergibt, einen eleganten Sinn, (elegant = gewandt, geschickt, präzise, sauber, erlesen und einfach).

Delphine sagen die Wahrheit und verschwenden keine Ressourcen auf nutzlose und unproduktive Dramatik. Delphine haben Visionen, aber sie verhalten sich deswegen nicht wie Kamikazeflieger. Sie schlagen schnell, aber verzeihen auch schnell, weil sie wissen, dass alles andere Energieverschwendung wäre. In der Politik, in Unternehmen und in einzelnen Teams, werden elegante Lösungen oftmals schmerzlich vermisst. Zu sehr sind die Führungskräfte (auch unsere Politiker) mit der eigenen Beweihräucherung beschäftigt, oder mit der eigenen Reputation, als sich Lösungen zu überlegen, die auch den nächsten Generationen noch dienlich sind.

Wenn die auf Kompromiss spielenden Haie auf Delphine treffen, haben Haie keine Chance. Delphine sind Delphine, weil sie es gewohnt sind, die Strategien Gewinn/Gewinn mal 2, Gewinn/Gewinn³, Gewinn/Gewinn4 und gelegentlich sogar noch höher, einzusetzen. Carse hat es einmal so formuliert: „Finite Spieler, spielen in Grenzen, infinite Spieler, spielen mit Grenzen“. Karpfen und Haie glauben an den Mangel und glauben, sie seien das Ergeb-nis ihres Verhaltens. Karpfen spielen Aussteigen und Nachgeben, Haie spielen Übernahme und Kompromiss. In kleinen Teichen und einfacheren Zeiten, mag diese Strategie funk-tioniert haben, aber in den immer komplexer werdenden Wirtschaftssystemen und Organi-sationen, ist es erforderlich, dieser Komplexität auf eine andere Art und Weise gerecht zu werden.

Übernahme, Kompromiss und Nachgeben sind Nullsummen-Spiele, in denen keine Wert-schöpfung statt findet. Stattdessen wird Wohlstand verlagert, weil ein Nullsummen-Spiel glauben macht, Wohlstand zu gewinnen, ginge nur auf Kosten anderer. Delphine wissen, dass Nullsummen-Spiele, langfristig immer zu Verlusten führen.

Delphine gewinnen dadurch, dass sie auf der Welle reiten

Die Delphindenkstruktur bereitet uns Menschen – wie keine andere – darauf vor, Qualität, Eleganz und Werte in die Geschäftswelt zu bringen und zu sagen: Nutze den Tag. Tu was getan werden muss. Wenn etwas nicht funktioniert, tu etwas anderes. Aber verliere nie das Ziel aus den Augen. In der DelphinStrategie® geht es um Werte, in der Alpha-Synapsen-Programmierung um Tugenden, darum passen diese Methoden so herrlich zusammen.

Obwohl es sich bei Alpha-Synapsen-Business um eine Business-Methode handelt, kann diese Technik bei

Wie es weitergeht erfahren Sie im 3. Teil meines Artikels. Für die Ungeduldigen hier ein Interview mit Norbert Brakenwagen von Timetodo über Alpha-Business

https://www.youtube.com/watch?v=SPQO8vQZxyE

Hier geht’s zum 1. Teil des Artikels:

Grenzen überwinden: Ganzheitliches Business mit Alpha-Synapsen-Programmierung® Teil 1/3

Seminar

Lernen Sie die Möglichkeiten Ihres integrierten und höchst sozial denkenden Gehirns kennen und lernen Sie wie Sie es nutzen können. Durchschauen Sie damit im Voraus Ihre eigene Strategie und die von anderen. Jedes „Strategieverhalten“ findet in einem speziell dafür vorgesehenen Gehirnbereich statt. Lernen Sie, wie Sie anhand einfacher Programmierungen nicht nur Ihr Verhalten erkennen, sondern auch im Gehirn „umswitchen“ können. Das Ergebnis ist eine Flut von Ideen und Möglichkeiten.

Die Aktuelle Ausbildung im Schwarzwald vom 23.11. bis zum 24.11.2019:

Grenzen überwinden – ganzheitliches Business

http://www.elisabethgoetz.de/ausbildungen/alpha-synapsen-business-grenzen-ueberwinden/

Bleiben Sie dran,

Ihre Lissy Götz