Grenzen überwinden: Ganzheitliches Business mit Alpha-Synapsen-Programmierung® Teil 1/3

In meinem letzten Artikel habe ich Ihnen bereits die Geschichte und die Anwendung der Selbstbehandlungsmethode Alpha-Synapsen-Programmierung® (ASP) http://alpha-synapsen-programmierung.de/ beschrieben. Im Jahr 2013 habe ich die sehr interessante Managementstrategie „Delphin Strategie®“ kennengelernt. Es war mein Wunsch, auch daraus eine Selbstanwendungsmethode zu entwickeln, aber diesmal speziell für Unternehmer und Menschen in Führungspositionen denn Unabhängigkeit und Freiheit stehen bei mir an 1. Stelle. Darüber möchte ich heute etwas erzählen. In diesem Fall möchte ich aktuelle politische Situation in Deutsch

(von Lissy Götz)

In den Seminaren und Coachings der letzten acht Jahre, lernte ich viele Unternehmer, Führungskräfte und Menschen kennen, die in Betrieben Verantwortung übernehmen. Ich traf auch Menschen, die sich nicht am richtigen Platz fühlten, ausgebremst wurden, oder mit ihrem Arbeitgeber unzufrieden waren. Überraschenderweise ging es dabei meistens nicht um mehr Geld. Die Menschen, egal ob Chef, Selbständiger oder Angestellter, suchen den Sinn hinter ihrer Tätigkeit, eine innere Zufriedenheit und eine ausgewogene Verknüpfung zwischen Privatem und Beruflichem. Und manchmal möchten sie einfach nur Spaß haben. Dass der Spaß in allen Bereichen eine große Rolle spielt, schreibt auch John Strelecky in seinem Buch The Big Five for Life. Arbeiten um Geld zu verdienen war gestern. Das neue Ziel lautet: arbeiten, um persönliche Erfüllung zu finden. In seinem Buch beschreibt Strelecky die Freundschaft des frustrierten Angestellten Joe und des charismatischen Unternehmers Thomas, der ihm die Geheimnisse seines Erfolges erklärt. Für jeden einzelnen Menschen gibt es einen Grund am Leben zu sein, einen Sinn seiner Existenz. Strelecky nennt es den Zweck der Existenz, kurz ZDE. Nicht nur jeder Mensch hat seinen eigenen ZDE, das gilt auch für jedes Unternehmen. Egal ob dieser ZDE klar definiert ist oder nicht, es gibt auf jeden Fall einen Grund, warum es existiert. Sollte nun der persönliche ZDE nicht mit dem unternehmerischen Zweck übereinstimmen, entstehen Schwierigkeiten, die nicht so einfach zu erkennen sind. Das kann sich zum Beispiel daran zeigen, dass sich ein Unternehmen plötzlich nicht mehr weiterentwickelt, oder dass alles, was  vorher leicht fiel, plötzlich schwer von der Hand geht. Die Begeisterung schwindet und die Motivation fehlt. Wenn beide Punkte am Horizont, der private ZDE und der Berufliche (oder Unternehmerische) übereinstimmen, wird es nie an Begeisterung und Motivation mangeln.

Ich nenne es mein Lebensmotto. Mein berufliches Motto lautet: Ich bringe Menschen in die Freiheit, mein privates Motto lautet: Ich bin in meiner Zufriedenheit. Als ich The Big Five for Live gelesen hatte, stellte ich mir die Frage, ob beide zusammen passen, oder ob diese beiden Ziele in Konkurrenz zueinander stehen. Das eine, kann nämlich das andere aus-schließen, muss es aber nicht, deshalb habe ich es zusammen gefasst: Ich bringe Menschen in die Freiheit und bin in meiner Zufriedenheit. Das ist jetzt der Zweck meiner Existenz. Schon lange richte ich meine beruflichen und privaten Entscheidungen danach aus. Ein Beispiel: 2013 habe ich sehr viel gearbeitet. Am Ende des Jahres dachte ich: wenn ich so weitermache, lieg‘ ich irgendwann tot unter’m Weihnachtsbaum. Also suchte ich mir ein Jahresmotto für 2014, dieses lautete: Rückzug und Entspannung. Ich habe die meisten Veranstaltungen für 2014 abgesagt, oder gar nicht erst organisiert. Als ich eine Einladung für einen Vortrag bekam, wollte ich schon fast zusagen, habe mich dann aber in einer ruhigen Minute gefragt, ob das wohl meinem Jahresmotto entsprechen würde? Nein, es entsprach natürlich nicht meinem Motto: Rückzug und Entspannung. Also habe ich die Einladung abgelehnt.

Die deutsche Gallupstudie von 2018 spricht eine eindeutige Sprache (Gallup® ist eine der führenden Markt- und Meinungsforschungsinstitute). Auch wenn ich im Allgemeinen nicht viel von Meinungsumfragen halte, da die meisten Umfragen eine Plattform für Manipu-lationen bieten, möchte ich diese nicht außer Acht lassen. Auf die Frage, was erwarten sie von einem Unternehmen, gaben die Studienteilnehmer an, dass ihnen die Sicherheit, die Vereinbarkeit von Beruf und Privat und das eigene Wohlbefinden am Wichtigsten sei. Auch der Wunsch, das zu tun, was man richtig gut kann, hat offensichtlich eine hohe Priorität. Leider gehen dabei Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander. In der Studie von 2018 findet man auch noch den Engagementindex, dieser bewertet die emotionale Bindung der Mitarbeiter an ein Unternehmen. Diese Zahlen sind ebenfalls sehr deutlich: Nur 15% der Befragten haben eine hohe emotionale Bindung an ihr Unternehmen, bei 70% ist die Bindung gering und weitere 15% haben gar keine Bindung an ihren Betrieb. Übersetzt heißt das, 15% der Mitarbeiter machen eine gute Arbeit, 70% machen Dienst nach Vorschrift, oder haben innerlich gekündigt, und 15% machen ihre Arbeit so schlecht, dass sie der Firma eher schaden als dienen. Dieses Ergebnis ist sogar noch schlechter als das vielbe-sprochene Paretoprinzip, die 80/20-Regel, die besagt, dass 20% der Mitarbeiter in einer Firma 80% der Arbeit machen. Aktuell sind es wohl nur noch 15%. Wobei die Zahlen in 2009 noch schlechter waren, dort waren es lediglich 11% mit einer hohen emotionale Bindung an ihr Unternehmen. Im internationalen Vergleich steht Deutschland auf Platz 3, nach den USA (32%) und Kanada (18%). Das Schlusslicht bildet Italien mit nur 3% engagierter Mit-arbeiter. Der volkswirtschaftliche Schaden, der durch innerliche Kündigung entsteht, wird auf 80 bis 105 Milliarden € jährlich geschätzt. Wobei in diesem Betrag die Kosten für schul-, oder alternativmedizinische Behandlungen im Krankheitsfall noch gar nicht eingerechnet sind.

Kondratjew, oder die Wellen der Zeit

Um zu verstehen, wie wichtig gut aufgestellte Firmen und Unternehmer für unsere Zukunft sind, möchte ich einen kurzen Ausflug zu Nikolai Kondratjew  einem russischen Wirt-schaftswissenschaftler, machen. Kondratjew wurde 1892 in Russland als Sohn einfacher Bauern geboren. Seine Eltern konnten nicht die finanziellen Mittel für eine höhere Schul-bildung aufbringen, daher entschloss er sich, sich das Wissen auf autodidaktischem Wege anzueignen und studierte nach seinem Abitur zuerst Jura. In Moskau gründete Kondratjew 1920 das Konjunkturinstitut, wo er an der Ausarbeitung des ersten Fünfjahresplans für die Landwirtschaft in der Sowjetunion beteiligt war. Er plädierte für marktwirtschaftliche Strukturen und wollte die Landwirtschaft erst dann kollektivieren, wenn ausreichend Kapi-tal für landwirtschaftliche Großmaschinen verfügbar seien. Im Jahre 1926 veröffentlichte er seine Forschungsergebnisse zu den Langen Wellen in der Konjunktur. Besser bekannt als Kondratjew-Wellen. Mit seiner Grundthese, dass der Kapitalismus sich gemäß einem zyklischen Modell, nach einer Abschwungphase wieder regenerieren würde, geriet er in Widerspruch zur herrschenden Doktrin, die von einem bevorstehenden, endgültigen Zusammenbruch des marktwirtschaftlich-kapitalistischen Wirtschaftssystems ausging, der damit die Grundlagen einer „Weltrevolution“ schaffen würde. Dies führte 1930 zu seiner Verurteilung und zu einer Gefängnisstrafe, die er in Einzelhaft in Susdal verbrachte. Im Zuge der Großen Säuberung unter Stalin in den Jahren 1936 bis 1938 wurde Kondratjew, nach acht Jahren Haft, schließlich 1938 zum Tode verurteilt und erschossen. 1987 aller-dings, wurde er von der Sowjetunion rehabilitiert.

Aus der Beobachtung von Zeitreihen wirtschaftlicher Indikatoren über 140 Jahre, leitete Kondratjew 1926 den Schluss ab, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Industrie-staaten, in fünfzig bis sechzig Jahre dauernden langen Wellen, des Auf- und Abschwungs, erfolge. Durch wegweisende Basisinnovationen (z.B. die Erfindungen der Dampfmaschine und des Automobils, oder die großflächige Verbreitung des Eisenbahnnetzes, oder die Elektrizität) würde aus einem wirtschaftlichen Tief eine Erholung, die zum erneuten Aufschwung führen würde. Die Kondratjew-Zyklen werden daher an den Basisinnovationen gemessen, die sich über Jahrzehnte im realen Markt ausbreiten. Der Kapitalismus sei daher nicht – entsprechend der marxistischen Lehre – zum endgültigen Untergang verurteilt, sondern würde sich in einer erneuten Aufschwungphase wieder erholen.

Moderne Vertreter von Kondratjews Theorie, wie Erik Händeler, erklären die Finanzkrise ab 2007 nicht mit dem Versagen der Finanzmärkte, sondern mit dem Ausbleiben von kostensenkenden Produktivitätssteigerungen. Nachdem, die durch Anwendung der Infor-mationstechnologie möglichen Produktivitätszuwächse, weitgehend ausgereizt sind, fehlt es an rentablen Anlagemöglichkeiten. Deswegen sind die Zinsen niedrig, es kommt zur Blasenbildung an den Finanzmärkten, so wie 1873 nach dem Eisenbahnbau, oder 1929 nach der Elektrifizierung. Aus der Sicht der Kondratjewtheorie entsteht der nächste Strukturzyklus (der 6. Kondratjew) jeweils aus den Knappheiten des vorangegangenen. Psycho-soziale-Gesundheit und eine das Humankapital schonende Unternehmensethik, wird die Basisinnovation des kommenden Wohlstandszyklus sein (Wikipedia). Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts haben die Ökonomen fünf Kondratjew-Zyklen nachgewiesen. Wenn wir nun diese Kondratjew-Wellen einmal genauer betrachten, werden wir sehen, dass seine These durchaus Sinn macht:

  1. Kondratjew-Welle Dampfmaschine

Mit der Erfindung der Dampfmaschine wurde der erste wirtschaftliche Aufschwung einge-läutet. Wobei es eigentlich nicht die Dampfmaschine war, sondern das, was knapp wurde, nämlich mechanische Energie. Die Unternehmer kamen nicht hinterher, die Bergwerke zu entwässern, oder die Webstühle mit Wasser- oder Tierkraft anzutreiben. James Watt’s Dampfmaschine kam wie gelegen. Von nun an wurden mechanische Spinnmaschen, Web-stühle, Hochöfen uvm. damit betrieben. Die Textilindustrie erlebte ihren größten Aufs-chwung, die Produktivität wurde um ein Vielfaches gesteigert.

  1. Kondratjew-Welle Eisenbahn

Nun konnte zwar mehr produziert werden, aber der Verteilung waren Grenzen gesetzt. Die nächste Verknappung setzte ein, da die Waren immer noch mit Kutschen und Pferden ver-teilt werden mussten. 1804 wurde die erste Dampflokomotive in Betrieb genommen und die erste Eisenbahnlinie fuhr 1830 zwischen Manchester und Liverpool und beförderte bereits im ersten Jahr 400 000 Menschen. Mit dem Ausbau des Schienennetzes konnten neue Märkte erschlossen werden. Im Besonderen profitierte die Stahlindustrie von dieser Basisinnovation.

  1. Kondratjew-Welle Elektrizität

Dampfmaschinen konnten sich nur kapitalkräftige Unternehmer leisten, für den normalen Handwerker ein unerreichbares Ziel. Eine Dampfmaschine, einmal in Betrieb genommen, konnte nicht einfach wieder ausgeknipst werden. Nachts verpuffte die Energie ungenutzt. Mit der Erfindung des elektrischen Stromes, veränderten sich nicht nur das komplette Umfeld der Industrie, sondern auch die privaten Möglichkeiten. Die Produktivität konnte abermals gesteigert werden. Im Besonderen profitierte die chemische Industrie von dieser Basisinnovation. Mit der Elektrifizierung war es nun möglich auch nachts zu produzieren. Neue Geschäftszweige stellten Waren her, wovon man vorher noch nicht einmal zu träumen wagte.

  1. Kondratjew-Welle Automobil

Da Eisenbahnen nicht direkt vor der Haustür halten, wuchs das Bedürfnis der Menschen nach Individualität. Die neu entstandene Automobilindustrie bediente alle anderen Indu-striezweige. Sie wird zum größten Abnehmer von Gas, Stahl, Gummi und die Fließband-produktion brachte weitere Verbesserungen. Es entstanden ebenfalls ganz neue Branchen, Bankangestellte verkauften Autokredite und Makler Autoversicherungen. Statt Arbeiter-Mietwohnungen, konnten sich die Beschäftigten nun ein Häuschen am Stadtrand leisten. Mit der Automobilindustrie erfuhr auch die Petrochemie ihren großen Aufschwung. An dieser Stelle möchte ich Berta Benz nicht unerwähnt lassen. Was wäre wohl aus dem Auto geworden, wenn diese Pionierin nicht den Mut gehabt hätte, ihren Mann Karl Benz mit ihrer Mitgift zu unterstützen. Ihr unerschütterliche Glaube an den Erfolg des Automobils veranlasste sie, ohne das Wissen ihres Mannes, zu ihrer erste Fernfahrt von Mannheim nach Pforzheim. Sie fuhr damals in Begleitung ihrer Söhne, die erst 13 und 15 Jahre alt waren. Diese Fahrt trug wesentlich dazu bei, die Vorbehalte der Kunden, gegen das Fahrzeug zu zerstreuen, die das Auto zu diesem Zeitpunkt noch für Teufelszeug hielten und ängstlich davon liefen. Vor dieser Frau kann man nur den Hut ziehen!

  1. Kondratjew-Welle Computer

Der 4. Kondratjew-Aufschwung geriet bereits 1966/1967 ins Stocken, die Arbeitslosigkeit stieg und die Industrie legte einen Rückwärtsgang ein. Die Ölpreiskrise 1972, löste eine weltweite Rezession aus. Viele dachten in den 1990er Jahren noch, dass sie in einer Wirt-schaftskrise leben, die seit der Ölpreiskrise anhält, aber sie irrten sich. Sie lebten seit Mitte der 1980er Jahre in einem langen Kondratjew-Aufschwung (dem 5.), von dem sie zunächst wegen ihres Misstrauens gegenüber Computer, dann wegen den Folgen der deutschen Wiedervereinigung, nur wenig profitierten. Der Computer wurde nicht etwa entwickelt, um die Kids mit dem Gameboy zu beschäftigen, sondern um der Flut an Informationen Herr zu werden. 1934 bereits, entwickelte Konrad Zuse den ersten speicher-programmierten Rechner. Der erste Computer wurde 1942 entwickelt. Der fünfte Kondratjew-Aufschwung war ein Wendepunkt von historischer Bedeutung. Zum ersten mal in der Geschichte, wurde Wachstum nicht von Energie getragen, sondern die Information wurde zur wichtigsten Quelle. Kurz vor der Jahrtausendwende erlebte die Computer-technologie ihren größten Boom, nachdem die ersten Personal Computer in die Privat-haushalte Einzug fanden. Seither wurden immer schnellere und kleinere Rechner, mit schnelleren Prozessoren und größerer Speicherkapazität entwickelt. Die Unternehmens-strukturen veränderten sich rapide. Es wurde nicht mehr energie-, sondern informations-intensiv produziert. In den Firmen entstanden flachere Hierarchien und die Entwicklungs-zeiten neuer Produkte konnten um einiges verkürzt werden. Durch das Internet sind jetzt weltweit Rechner miteinander verbunden und der Informationsaustausch findet in Sekundenschnelle statt. Information wurde zum wichtigsten Gut und das Anwendungs-spektrum ist gigantisch.

Der 6. Kondratjew ist der Gesundheitszyklus, bzw. der Zyklus der Human Resources

Der nächste Aufschwung wird nicht von einer neuen technischen Errungenschaft angeführt werden. Nur eine bessere seelische Gesundheit, mehr Zufriedenheit und höhere ethische Werte, schaffen wirklichen Wohlstand.

Die Karten werden neu gemischt     

Die Suche nach neuen Spielregeln im Management hat begonnen. Die alten Unternehmens-strukturen lösen sich auf, aber neue wurden noch nicht gefunden. Unternehmensberater verdienen Unsummen und erfreuen sich größter Beliebtheit: „Wir hatten die Unter-nehmensberatung XY im Haus“, tönt ähnlich wie, „ich habe einen Renoir im Wohn-zimmer“.

„Unternehmensberatung ist bezahlte Besserwisserei bei maximaler Vergütung“

(anonym)

Sekten brauchen Götter. Einer unter ihnen ist noch gar nicht so alt, und jeder kennt seinen Namen, James Oskar McKinsey (1889-1937). Seine Religion war der amerikanische Kapi-talismus, der sich vom europäischen Bild des Wirtschaftens unterscheidet. Der ameri-kanische Kapitalismus ist geprägt vom Bild des Managers, der ein Unternehmen verwaltet. Im Gegensatz dazu steht ein deutscher Ingenieur, der sein Unternehmen aus Leidenschaft führt. Beratungsprojekte sind meistens Optimierungsprojekte, selten geht es dabei um echte Innovationen. In der Regel geht es um die Verbesserung bestehender Prozesse und damit um die Erhöhung der Produktivität, als Verhältnis von Input zu Output. Produktivitätsverbesserungen führen somit entweder zu einer Erhöhung der Leistungsfähigkeit (=mehr Output), oder zu einer Ressourcenersparnis (=weniger Input). Beide Faktoren lassen sich berechnen – der typische Businesscase eines Beratungsprojekts(3). Das eigentliche Ziel hinter diesen Beratungen ist die Gewinnmaximierung, in der Hoffnung durch die (Personal)ersparnis und die Steigerung der Produktivität einen Aufschwung im Sinne einer Basisinnovation zu erreichen. Was eine Illusion ist. Natürlich können diverse Prozessabläufe in Firmen optimiert werden, dabei sollte das Ziel, Effektivität und Effizienz sein. Was ist das denn genau?

  • Effektivität: „Die richtigen Dinge tun“
  • Effizienz: „Die Dinge richtig tun“

Unternehmensberatungen bringen häufig nur kurzfristige Erfolge. Langfristig werden viele umgesetzte McKinsey Empfehlungen wieder rückgängig gemacht. Personal, das vorher ein-gespart wurde, wird hinterher wieder verzweifelt gesucht. Denn ein nicht außer Acht zu lassender Faktor, ist das Wissen und die Erfahrung, die ein gekündigter Mitarbeiter mit-nimmt. Werden in einem Businesscase die ethischen Werte, die Nachhaltigkeit und die Zufriedenheit der Mitarbeiter tatsächlich mit einbezogen?

Schaffen es die Berater, dass die Geschäftsführer oder Manager, über die Konsequenzen ihrer Entscheidungen systematisch nachdenken – als System? Systemisches Denken, im Sinne des berühmten Satzes von Neal Donald Walsh „Bin ich, wenn die ganze Welt mir folgt, erfreut zu sehen, wohin ich sie geführt habe?“ Konkurrenzdenken, Revierangst, Neid, Habgier und die persönlichen Befindlichkeiten, stehen immer noch an erster Stelle. Man werfe nur einen Blick in eine übliche Besprechung, oder neudeutsch Meeting. Die Auswertungen des Kölner Professors Winfried Panse sprechen Bände(2): 80% der Gesprächs-zeit wird dazu benutzt, die eigene Position zu verteidigen. Meetings sind Bühnen von Selbstdarstellern, die mit langen Sätzen oft nichts sagen. Vielredner reißen das Wort an sich, während jene die Wichtiges beizusteuern hätten, aber weniger redegewandt sind, keine Aufmerksamkeit erstreiten können. Vorgesetzte sprechen zu viel und hören zu wenig zu. Wer eine gute Idee vorzubringen hat, aber zu 5% irrt, der wird an den 5% festgenagelt, ohne dass seine Idee Gehör findet. Was längst in den Führungsleitbildern steht, wird ignoriert. Seminare für Führungskräfte sind uptodate, waren aber nur ganz zu Beginn von Erfolg gekrönt, als alles noch neu war. Was nicht wirklich von den Führungskräften gelebt wird, wird von den Mitarbeitern schnell durchschaut. Die klassische Führungskräftefrage: Was kann ich für sie tun, damit es ihnen besser geht?, wurde schon nach kurzer Zeit von keinem mehr Ernst genommen. Kommentiert wurde dieses Statement allenfalls von der Bemerkung: Ohje, jetzt war er/sie wieder auf einem Führungskräfteseminar. Die Illusion, kompetentere Mitarbeiter würden Kariere machen, wurde längst schon widerlegt, da das selbstbewusste Auftreten wohl eine entscheidendere Rolle spielt. Nach wie vor bestaunen wir die Stärke der Ellenbogen. Sie werden sich jetzt fragen, warum ich das wohl alles erzähle? Ich glaube an das unermessliche Potential unseres Gehirns. Ich glaube an das menschliche Gehirn, als System, innerhalb unseres Wirtschaftssystem. Ich glaube an das menschliche Gehirn, als Teil unseres globalen Systems. Konkurse, Gesundschrumpfungen, Arbeitslosigkeit, sind eine Aufteilung in Habende und Nicht-Habende, in gut und böse, in schwarz und weiß. Diese Aufteilungen beinhalten alle den gleichen Denkfehler: Es gibt entweder NUR das Eine, oder NUR das Andere! Falsch: Es gibt immer ein sowohl-als-auch und es gibt immer einen Weg, der allen Beteiligten dienlich ist! Unser sozial und lösungsorientiertes Gehirn hilft uns dabei, sofern wir bereit sind es nutzen.

Wie es weitergeht erfahren Sie im 2. Teil meines Artikels. Für die Ungeduldigen hier ein Interview mit Norbert Brakenwagen von Timetodo über Alpha-Business   https://www.youtube.com/watch?v=SPQO8vQZxyE

Die Aktuelle Ausbildung im Schwarzwald vom 23.11. bis zum 24.11.2019:

Grenzen überwinden – ganzheitliches Business

http://www.elisabethgoetz.de/ausbildungen/alpha-synapsen-business-grenzen-ueberwinden/

Bleiben Sie dran,

Ihre Lissy Götz