Das Scharlach-Wunder: Wie eine tödliche Geißel der Kinder verschwand – ganz ohne Impfungen!

Gadini / Pixabay

Manchmal passieren eben doch noch Wunder, und wir bemerken es nicht einmal. Zum Beispiel das wundersame Verschwinden von Scharlach als tödliche Kinderkrankheit. Und das ganz ohne Impfungen. Wie gesagt – ein Wunder! Welche Engel hatten hier wohl ihre Hand im Spiel…?

(Von Hans Tolzin)

Scharlach war vor 130 Jahren mit jährlich mehr als 10.000 registrierten Todesfällen noch eine wahre Geißel der Kinder. Doch gegen Ende des ersten Weltkriegs stürzen sowohl die gezählten Fälle als auch die Mortalität (Todesfälle auf 100.000 Einwohner) steil ab. Einen zweiten, nicht mehr ganz so krassen Absturz gab es gegen oder nach Ende des zweiten Weltkriegs (für 1944 und 1945 liegen keine Statistiken vor).

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Da in Deutschland niemals gegen Scharlach geimpft wurde, stellt sich die Frage, welche Faktoren für diese krassen Rückgänge verantwortlich sind.

Es gibt die Theorie, wonach dass Antibiotika hier eine entscheidende Rolle spielt. Dies könnte für den Rückgang in den 1940er Jahren erklären, aber definitiv nicht den enormen Absturz gegen Ende des ersten Weltkriegs.

Scharlach gibt uns Anlass, über die Rolle auch der anderen Impfungen beim Rückgang von Erkrankungs- und Sterberaten während der letzten 100 bis 150 Jahre nachzudenken. Denn echte Wirksamkeitsnachweise in Form von mehrjährigen vergleichenden Doppelblindstudien wurden niemals vorgelegt. Vielmehr scheinen die Impfungen auf einen längst fahrenden Zug aufgesprungen zu sein – und behaupten seitdem, die Lokomotive zu sein.

Abb.